Arbeiten für die neue Seebodenalpbahn kommen voran – trotz Schnee

KÜSSNACHT ⋅ Die Bauarbeiten für die neue Talstation der Seebodenalp-Bahn haben bereits begonnen. Eine besondere Herausforderung ist der Bau des Mastens Nummer 4: Das dortige Gebiet ist nur per Helikopter zugänglich.
22. Dezember 2017, 04:40

Es sind noch keine zwei Monate vergangen, seit die Seebodenalp-Bahn zur letzten Fahrt aufgebrochen ist – und schon wurden die Berg- und die Talstation abgerissen. «Bei der Talstation haben wir bereits mit dem Ersatzneubau begonnen», freut sich Projekt­ingenieur Heinz Schnider von der zuständigen Baufirma, der BSP Ingenieure und Planer AG aus Küssnacht. Bei der Bergstation haben die Ingenieure mit dem Geologen eine Beurteilung des Baugrunds durchgeführt. Schnider erklärt: «Man muss Baugrubensicherungen im Bereich der fünften Stütze der Seilbahn und für die Bergstation vornehmen.»

Die beiden Stationen bestehen im Wesentlichen aus einer Fundamentplatte mit je zwei Stahlbetonstehern. Die Wände sowie das Dach werden mittels verkleideter Stahlkonstruktion erstellt. Vorgesehen ist, dass bereits im kommenden März der Stahlbau der Talstation erstellt wird. Anschliessend erfolgt der Bau der Bergstation. Ziel ist es, dass die neue Bahn im Sommer eröffnen kann.

Neuer Masten von Wald umgeben

Während dieser rund halbjährigen Bauarbeiten ist die Seebodenalp nach wie vor mit der Zufahrtsstrasse erreichbar. Unzugänglich ist hingegen das Gebiet, wo der vierte Masten für die neue Seilbahn zu stehen kommt. Dieses liegt mitten im Wald. «Alles Material – von der Schalung bis zum Beton – wird mit Helikoptern transportiert», sagt Heinz Schnider. Bei den Stützen kommt jeweils ein Super-Puma mit einem maximalen Hebevermögen von 4,5 Tonnen zum Einsatz. Das unbiegsame Gelände ist aber nicht das einzige Hindernis für die Bauarbeiter: Auch der Schneefall der letzten Tage hat ihnen zugesetzt. Noch ist man aber im Zeitplan.

Bei der neuen Bahn handelt es sich um eine zweispurige Pendelbahn mit Trag- und Zugseil. Die Kabinen bieten jeweils Platz für 15 Personen. Pro Stunde können sie rund 112 Personen transportieren. Die Fahrzeit auf die Seebodenalp beträgt rund sieben Minuten, die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 4,8 Millionen Franken.

 

Edith Meyer und Niels Jost

kanton@luzernerzeitung.ch


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