Keine Einigkeit zur Ausführung des Autobahnzubringers Wangen

SCHWYZ ⋅ Der Kanton Schwyz und die betroffenen Gemeinden haben sich auf eine Linienführung des Zubringers zum geplanten Autobahnanschluss Wangen-Ost geeinigt. Kanton und Gemeinden sind sich aber uneins darüber, ob die Strasse unter- oder oberirdisch verlaufen soll.
08. November 2017, 12:23

Das kantonale Baudepartement teilte am Mittwoch mit, favorisiert werde die Variante, die östlich des Ortszentrums von Siebnen an die Glarnerstrasse anschliesse und von dort in nördlicher Richtung bis zur Autobahn verlaufe. Diese Variante habe auch den Vorteil, dass sie am Rand der bestehenden Siedlungen entlang geführt werde.

Die Kosten für eine ebenerdige Ausführung des Zubringers werden auf 106 Millionen Franken geschätzt. Eine unterirdische Variante mit der gleichen Linienführung käme auf 235 Millionen Franken zu stehen.

Der Regierungsrat möchte die ebenerdige Ausführung, die Gemeinden Schübelbach, Wangen und Tuggen unterstützen eine unterirdische Lösung, weil damit Kulturland geschont werden kann. Zusätzliche Abklärungen sollen präzisere Aussagen zu den Kosten und zur Machbarkeit der ober- und unterirdischen Lösung ermöglichen. Grundsätzlich gelte aber, dass zusätzliche Ausbauwünsche von den Gemeinden oder dem Kanton finanziert werden müssten, heisst es in der Mitteilung.

Mit der gewählten Variante soll das Hauptverkehrsnetz der Region und die Ortsdurchfahrten in den Abendspitzen um bis zu 65 Prozent entlastet werden. Während der Zubringer zu Autobahn vom Kanton und den Gemeinden erstellt werden muss, ist das Bundesamt für Strassen Astra für den Autobahnanschluss zuständig. (sda)


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