Neue Heizzentrale in Einsiedeln verbrennt regionales Altholz

ENERGIE ⋅ Ab Herbst 2018 werden in Einsiedeln das Kloster, drei Schulhäuser und Privathäuser mit erneuerbarer Wärme aus lokalem Altholz versorgt. Am Montag ist der Grundstein für die neue, rund sechs Millionen Franken teure Heizzentrale gelegt worden.
20. November 2017, 15:47

Die neue Heizzentrale entsteht auf dem Holzhof des Klosters Einsiedeln - in unmittelbarer Nähe der bestehenden Heizanlage, die später ausser Betrieb genommen werde, wie der Stromversorger Elektra Birseck Münchenstein (EBM), der die neue Heizzentrale erstellt, am Montag mitteilte.

Kernstück der Anlage ist ein Holzkessel mit Filteranlagen, in dem unbehandeltes Altholz verfeuert wird. Damit werde über 90 Prozent des Wärmebedarfs abgedeckt, heisst es weiter. Für die restlichen 10 Prozent stehe ein Reservekessel zur Verfügung, sagte ein Firmensprecher auf Anfrage.

Die neue Anlage speist ab kommender Heizperiode das Fernwärmenetz der Energieverbund Einsiedeln AG und beheizt so das Kloster, drei Schulhäuser und Privatgebäude. Weitere Anschlüsse sollen folgen.

Mit dem Projekt könne ein Teil an Energieautonomie für die Region erreicht werden. Das unbehandelte Altholz werde nach strengen Auflagen der Luftreinhalteverordnung verfeuert und müsse nicht mehr ins Ausland exportiert werden, schreibt die EBM Wärme AG in der Medienmitteilung. Die Bauherrin aus Münchenstein BL betreibt in der Schweiz und in Frankreich bereits 216 Wärmeanlagen. In Einsiedeln wird sie die neue Heizzentrale dann auch betreiben und unterhalten. (sda)


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