Schwyzer Regierung will Vollsperrung zwischen Vitznau und Gersau verhindern

STRASSENBAU ⋅ Der Kanton Luzern will die Kantonsstrasse zwischen Vitznau und Gersau am Ufer des Vierwaldstättersees sanieren und dafür während vier Monaten vollständig sperren. Dagegen setzt sich die Schwyzer Regierung zur Wehr.
03. November 2017, 16:29

Ursprünglich sei sogar eine Totalsperrung von acht Monaten geplant gewesen. Diese konnte durch Projekt- und Bauablaufoptimierungen um die Hälfte auf vier Monate reduziert werden, schreibt das Baudepartement Schwyz als Antwort auf eine kleine Anfrage von FDP-Kantonsrat Robert Nigg.

Nigg hatte in seinem Vorstoss zu Bedenken gegeben, dass eine Vollsperrung für Bewohner, Gewerbetreibende und Tourismus enorme Einschränkungen und Ausfälle bedeuten würden. Diese Einschätzung teile auch die Schwyzer Regierung, heisst es in der Antwort vom Freitag. Man habe den Kanton Luzern daher aufgefordert, das Projekt zu überarbeiten und eine Teilsperrung vorzusehen. Nur in der Nacht soll die Strasse komplett gesperrt werden.

Die Regierung sei bemüht, weitere Projektoptimierungen zu erreichen sowie sinnvolle und griffige flankierende Massnahmen aufzugleisen. Damit will sie eine zusätzliche Reduktion der Sperrdauer erzielen. Zudem kläre sie ab, ob zwischen Gersau und Vitznau Busse durch einen Schiffbetrieb ersetzt werden können. Für Blaulichtorganisationen brauche es zudem ein zuverlässiges Notkonzept. (sda)


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