Bahnhof Lachen soll vorerst nicht ausgebaut werden

BAHNVERKEHR ⋅ Im Kanton Schwyz soll der Bahnshuttle S27 zwischen Ziegelbrücke und Siebnen-Wangen weiterhin in Lachen nur eine Rangierpause einlegen ohne Passagiere aufzunehmen. Die Regierungsrat hält es vorerst nicht für sinnvoll, den Bahnhof für einen kommerziellen Halt auszubauen.

Dies hält die Schwyzer Regierung in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht fest. Dieser wurde durch ein vom Kantonsrat als erheblich erklärtes Postulat von Karin Schwiter (SP) verlangt.

Die S27 lässt die Passagiere jeweils an der Endstation Siebnen-Wangen ausgestiegen. Dann fährt der Zug leer nach Lachen, um auf Gleis 1 ohne Bahnsteig eine Pause einzulegen. Später fährt er zurück nach Siebnen-Wangen, um neue Passagiere aufzunehmen.

Für einen kommerziellen Halt in Lachen wären laut Bericht Investitionen in ein Perron und in Bahnsicherungsanlagen im Umfang von rund drei Millionen Franken nötig. Die Regierung beruft sich dabei auf Angaben der SBB.

Die zusätzlichen Bauten auf der Strecke mit aktuell schlechten Frequenzen und tiefem Kostendeckungsgrad müssten die Gemeinden, der Bezirk und der Kanton tragen, weil sie bei Bund nicht vorgesehen sind. Der Regierungsrat will vor allfälligen Investitionen in Lachen erst die weitere Planung zum Bahnverkehr bis 2030 auf Bundesebene abwarten. Diese soll 2018 abgeschlossen sein.

Mit der Eröffnung des Durchgangsbahnhofs Zürich im Juni 2014 verloren die Bahnhöfe Schübelbach-Buttikon, Reichenburg und Bilten ihre Direktverbindungen nach Zürich. Um die Bahnhöfe nicht vom Schienennetz abzuschneiden, wurde der Shuttelzug S27 zwischen Ziegelbrücke und Siebnen-Wangen eingerichtet. (sda)


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