Küssnacht hat 400-jähriges Holzhaus zu verschenken

STRASSENBAU ⋅ In Küssnacht hat der Bezirk ein 400-jähriges Haus zu verschenken. Das um 1580 erstellte Holzhaus muss der rund 126 Millionen Franken teuren Südumfahrung weichen. Der Bezirk sucht nach Interessenten, die das Gebäude auf eigene Kosten wieder aufbauen und betreiben.

Beim Fassbind-Haus an der Seebodenstrasse 23 handelt es sich um eines der ältesten Häuser im Bezirk Küssnacht, wie dieser am Donnerstag mitteilte. Das Haus im Besitz des Kantons wird in den kommenden Wochen abgebaut und eingelagert.

Nach Abschluss der Bauarbeiten für die Südumfahrung gegen 2020 könnte das Haus auf einem bezirkseigenen Grundstück in der Nähe des alten Standorts im Gebiet Untere Schürmatt wieder aufgebaut werden.

Der Bezirk und der Kanton wollen das schützenswerte Gebäude für die Nachwelt erhalten. Selber wieder aufbauen und betreiben möchten sie es aber nicht.

Interessenten können sich gemäss Inserat bis am 13. Februar 2015 beim Bezirksrat mit einem Angebot melden. Organisationen, die das Haus dereinst für öffentliche Zwecke betreiben möchten, würden bevorzugt, heisst es.

Insgesamt werden für den Bau der neuen Südumfahrung in den nächsten Wochen bei Küssnacht sechs Wohn- und Gewerbegebäude und Stallungen abgebrochen. Die neue Strasse soll den Kern von Küssnacht entlasten und im Jahr 2020 eröffnet werden.

sda/nop


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