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Murgang: Gebiet bleibt in Bewegung

SCHWYZ ⋅ Aufgrund eines Murgangs im Berggebiet Haggen oberhalb von Schwyz wurden am Karfreitag die Bewohner eines Bergheimets evakuiert. In einem Ferienhaus im Gebiet hielt sich niemand auf. In der Nacht auf Samstag rutschte weiteres Material in Richtung der Häuser.

Im Berggebiet Haggen oberhalb von Schwyz hat sich die Lage nach dem grösseren Murgang vom Karfreitag beruhigt. Ein schleunigst aufgeschütteter Schutzwall verhinderte Schlimmeres.

In der Nacht von Karfreitag auf Karsamstag seien weitere rund hundert Kubikmeter Geröll, Geschiebe und Baumstämme in Richtung der beiden Liegenschaften oberhalb von Schwyz gerutscht, informiert die Gemeinde. Zur Objektsicherung haben Einsatzkräfte einen Erdwall errichtet und Bäume gefällt. Der Erdwall kann gemäss Angaben der Gemeinde Schwyz weitere kleinere Rutschungen abfangen. Beide betroffenen Liegenschaften bleiben bis mindestens am nächsten Wochenende unbewohnt. Auch der Wanderweg in jenem Gebiet rund um den Engelstock bleibt gesperrt. Im Stall zurücklassen und auch dort versorgen konnten die Bewohner ihre Tiere, wie der Schwyzer Gemeinderschreiber Bruno Marty gegenüber der sda sagte. Der etwas abseits stehende Stall sei nicht unmittelbar vom Rutsch betroffen.

Aufgrund eines Murgangs vom Karfreitag oberhalb von Schwyz sind ein Bergheimet und ein Ferienhaus nicht bewohnbar. Die Lage bleibt angespannt. (Tele 1, 4.4.2015)

Lage weiterhin angespannt

Die Situation habe sich dank des eingesetzten Schneefalls zwar leicht entschärft, bilanziert der Gemeindeführungsstab Schwyz. Es drohe jedoch grosse Gefahr von einem obliegenden Riedgebiet. Denn dessen Boden sei völlig durchnässt und die Drainagen seien durch den ersten Murgang und den seither entstandenen Bergdruck teilweise beschädigt. Somit ist ein Gebiet mit einem Volumen von von 5‘000 bis 10‘000 Kubikmeter in Rutschbewegung. Falls sich dieses löst, droht dem Gebiet Blüemlisalp eine Versaarung auf rund 1'200 Metern über Meer. Liegenschaften unterhalb seien aber dank des Schutzwaldes unterhalb des Blüemlisbergs nicht akut gefährdet.

Das Rutschgebiet bleibt unter Beobachtung des Gemeindeführungsstabes und des kantonalen Amts für Naturgefahren. Nach Ostern sollen erste Messstationen eingerichtet werden, damit Werte des Gebietes permanent erfasst werden können. Begehungen im gefährdeten Gelände würden erfolgen, sobald sich die Situation beruhigt habe. Dann werden auch weiterführende Massnahmen geprüft.

pd/spe/sda



 

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