Schwyzer Gericht erklärt bei Unwetter weggespülten Mann für tot

UNWETTER ⋅ In Schwyz hat das Bezirksgericht einen 67-jährigen Mann aus Muotathal am Montag für tot erklärt. Er war am 24. Juni bei einem Unwetter mit seinem Auto im Fluss Muota mitgerissen worden.

Der Mann wurde bisher nicht gefunden. Die Familie verlangte die gerichtliche Feststellung seines Todes. Die Präsidentin des Schwyzer Bezirksgerichts, Beatrice van de Graaf, sagte am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, das Gericht habe am Montag dem Wunsch der Familie stattgegeben. Der Personenstand des Mannes werde nun geändert.

Es gebe genügend Hinweise, dass der Mann tot sei, sagte van de Graaf. So hätten zwei Polizisten am Gerichtstermin am letzten Donnerstag bekräftigt, den Vermissten aus wenigen Metern Entfernung vom Ufer im treibenden Auto beobachtet zu haben. Sie hätten wegen der Wassermassen aber nicht eingreifen können.

Der Mann war am 24. Juni bei einem Unwetter mit seinem Auto zwischen Stalden und dem Dorf Muotathal von einem über die Ufer getretenen Bach in den Fluss Muota mitgerissen worden. Der Fahrer wurde von den Wassermassen aus dem Fahrzeug gespült.

Das Auto konnte später geborgen werden. Zum Verbleib des Fahrers gab es trotz einer dreiwöchigen Suchaktion im Fluss und im Vierwaldstättersee keine Anhaltspunkte. Im Einsatz standen unter anderem Taucher, Helikopter und ein Schiff mit Unterwasserkamera.

Am Freitagabend ging über dem Muotatal ein heftiges Unwetter nieder.

Eine Anwohnerin stellt mit Schrecken fest, dass womöglich ein zweiter Wagen ins Wasser geraten ist. (Leservideo Irene Inderbitzin, 24. Juni 2016)

(sda)


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