Verhandlungen über Ruag-Standort Brunnen

SCHWYZ ⋅ Nach der angekündigten Schliessung des Ruag-Standorts Brunnen mit 110 Beschäftigten haben Gespräche zwischen Schwyzer Politikern und der Ruag-Spitze stattgefunden. Zum Ergebnis wollten sich die Beteiligten nicht äussern. Die Gespräche sollen weitergehen.

Am Gespräch auf dem Ruag-Areal in Brunnen nahmen eine Delegation des Regierungsrats, des Gemeinderats Ingenbohl-Brunnen sowie eidgenössische Parlamentarier aus dem Kanton Schwyz und Vertreter des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung der Ruag teil, wie die Schwyzer Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte.

Die Schwyzer Regierung hatte im Vorfeld von der Ruag verlangt, auf die Schliessung ganz oder teilweise zu verzichten. Volkswirtschaftsdirektor Kurt Zibung wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda zum Gesprächsergebnis nicht äussern.

Die Gesprächsteilnehmer hätten ihre Standpunkte dargelegt und Erkenntnisse ausgetauscht, sagte Zibung. Die Zwischenergebnisse seien vage. Die Teilnehmer hätten eine Fortsetzung der Gespräche für Ende Mai vereinbart. Bis dahin sollten weitere Abklärungen getroffen werden.

Vor dem zweiten Treffen wollen sich die Schwyzer ebenfalls mit Bundesrat Ueli Maurer treffen. Die Ergebnisse dieses Gesprächs sollen in die zweite Verhandlungsrunde mit der Ruag-Spitze miteinfliessen.

Der Technologie- und Rüstungskonzert Ruag hatte Ende Januar bekanntgegeben, dass er die drei Standorte Brunnen, Hombrechtikon ZH und Mägenwil AG schliessen werde. Die rund 110 Arbeitsplätze in Brunnen sollen im ersten Halbjahr 2017 überwiegend nach Zürich und Thun verteilt werden.

Mit der Standortkonzentration auf die Regionen Zürich und Thun könne die Rüstungssparte Ruag Defence ihre Marktposition stärken und auf die zukünftigen Kundenbedürfnisse im Zuge der Weiterentwicklung der Armee (WEA) schneller und effizienter eingehen, begründete Ruag den Entscheid im Januar.

sda


Login


 

Leserkommentare

Anzeige: