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Bund genehmigt Skigebietsausbau am Oberalp

URI / GRAUBÜNDEN ⋅ Die Skiarena Andermatt-Sedrun hat die nächste Hürde genommen: Das Bundesamt für Verkehr hat grünes Licht für den Bau von 15 neuen Sesselbahnen und Skiliften gegeben. Bis die neuen Anlagen gebaut werden können, ist noch Detailarbeit nötig.

123 Pistenkilometer, 15 neue Anlagen: Der Übersichtsplan zeigt die Anlagen im neuen, dereinst zusammengeschlossenen Skigebiet Andermatt-Sedrun. Die roten Anlagen sind neu, acht davon ersetzen bestehende Anlagen (bestehende sind schwarz markiert). Zoom

123 Pistenkilometer, 15 neue Anlagen: Der Übersichtsplan zeigt die Anlagen im neuen, dereinst zusammengeschlossenen Skigebiet Andermatt-Sedrun. Die roten Anlagen sind neu, acht davon ersetzen bestehende Anlagen (bestehende sind schwarz markiert). (Neue LZ)

Das Bundesamt für Verkehr hat der Andermatt Sedrun Sport AG die Bewilligung erteilt, um die bestehenden Skigebiete Andermatt und Sedrun zusammenzuschliessen und zu modernisieren. Das Projekt beinhaltet den Bau von 15 neuen Sessel- und Gondelbahnen sowie Skiliften. Acht davon ersetzen bestehende Anlagen, wie es seitens des Bundesamts heisst.

Projekt ist umweltverträglich

Zentraler Projektteil ist die Verbindung der Skigebiete Andermatt und Sedrun. Das von der Andermatt Sedrun Sport AG überarbeitete Projekt entspreche der gesetzlichen Anforderungen. Die Umweltverträglichkeit sei nachgewiesen, schreibt das Bundesamt in einer Mitteilung. Die Eingriffe in die Natur werden mit einer Vielzahl von Massnahmen ausreichend kompensiert. Hierzu tragen auch die Kantone Uri und Graubünden bei, indem sie grossflächige Renaturierungen sowie die Schaffung von Schutzgebieten unterstützen.

Verzicht auf 17 Pisten

Gegenüber einem ersten Projekt verzichtet die Andermatt Sedrun Sport AG auf zwei Anlagen zwischen Gurschengrat und St.-Anna-Gletscher. Zudem nahm sie bei fünf weiteren Bahnen Änderungen vor. Ebenfalls verzichtete sie auf 17 Pisten und passte acht weitere Pisten an.

Mit der Plangenehmigungsverfügung für das Gesamtprojekt und der Erteilung der Konzessionen für die einzelnen Anlagen seien die grossen Linien des Vorhabens gezeichnet, sagte BAV-Sprecher Andreas Windlinger auf Anfrage. Das Bundesamt für Verkehr machte der Andermatt Sport AG in der Verfügung aber gewisse Auflagen. Diese würden, gemessen am Gesamtprojekt, Details betreffen, sagte Windlinger.

Nun folgt die Detailarbeit

Die Bahnen müssen nun die «seilbahntechnischen Detailprojekte» einreichen. Ebenfalls müssen die Umweltabklärungen verfeinert werden. Diese Arbeiten werden von einer Begleitgruppe unterstützt, in der neben den Bahnen auch Umweltorganisationen, Bund und Kantone Einsitz haben. Einbezogen ist auch die Korporation Ursern als wichtigste Grundeigentümerin. Erst danach kann – nach der Bewilligung des Bundesamts für Verkehr – mit dem Bau begonnen werden. Gegen den Entscheid des Bundesamts für Verkehr kann beim Bundesverwaltungsgericht innert 30 Tagen Beschwerde eingereicht werden.

Das neue Skigebiet Andermatt-Sedrun wird über 24 Anlagen und 123 Pistenkilometer verfügen. Ursprünglich hätte es noch grösser werden sollen, doch reduzierten die Projektverantwortlichen das Vorhaben, nicht zuletzt wegen der Kritik von Umweltorganisationen.

Grund für die Erweiterung des Skigebiets von Andermatt mit dem von Sedrun ist das neue Resort, das in Andermatt realisiert wird. Gebaut wird das Resort von der Andermatt Swiss Alps, einem Unternehmen des ägyptischen Tourismusinvestors Samih Sawiris. Die Andermatt Sedrun Sport AG ist eine Tochterfirma der Andermatt Swiss Alps.

rem/sda

«Ein wichtiger Meilenstein»

In einer ersten Stellungnahme zeigt sich der Urner Regierungsrat erfreut über die ausgezeichnete Zusammenarbeit von Bauherrschaft, Bundesbehörden, Kantonsstellen, Gemeinde, Umweltverbänden und Korporation. Zu würdigen sei auch die Einigung zur Ausgestaltung des geplanten Skigebiets, welche im gemeinsamen Prozess mit den Umweltverbänden im Januar 2013 gefunden werden konnte. Die Plangenehmigungsverfügung stelle sowohl für die touristische Entwicklung des Kantons Uri und der Gotthardregion als auch für das sich im Bau befindliche Tourismusresort in Andermatt ein weiterer wichtiger Meilenstein dar.

Von einem Meilenstein spricht auch die Andermatt Swiss Alps AG. Die Folgen des Entscheids kommentieren wollte Markus Berger, Sprecher der Andermatt Swiss Alps, aber nicht. Es gelte, den Ablauf der Beschwerdefrist abzuwarten und den 265 Seiten starken Entscheid zu studieren, sagte er auf Anfrage. Dann werde sich zeigen, ob noch Details angepasst werden müssten. Die Andermatt Swiss Alps gehe aber davon aus, dass noch im Sommer mit Bauarbeiten begonnen werden könne.

zim/sda

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Leserkommentare (2)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 03.06.2014 22:53

    Fritz Meier 02.06.2014 23:56
    Sehr guter Kommentar, kann ich voll unterschreiben !
    Es lebe die "Aktion für eine freie, unabhängige Schweiz !" Ja, wo ist sie ?

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 02.06.2014 23:56

    Heute hat der Ständerat dem weiteren Ausverkauf der Heimat zugestimmt indem er den Antrag von Nationalrätin Jacqueline Badran abgelehnt hat. Frau Badran ist Unternehmerin und eine Gute noch dazu. Der Ausverkauf der Heimat ist bereits in vollem Gang. Es kann also nur noch Schadensbegrenzung angestrebt und betrieben werden. Bald gibt es in Andermatt nicht mehr vieles, das sich im Eigentum von Einheimischen befindet, um nur ein Beispiel zu nennen. Sawiris-Fieber herrscht und die Journalisten sprechen vom neuen Skigebiet Andermatt-Oberalp-Sedrun vom neuen Sawiris-Skigebiet. Notabene ohne Protest seitens des ehemaligen Präsidenten des Schweizerischen Alpen Clubs und Urners Franz Steinegger. Aus welcher politischen Ecke der weitere Ausverkauf der Heimat bekämpft wird ist mir eigentlich egal. Ja, wir wollen bestimmen wer in unser Land einreist und sich hier niederlässt. Weshalb lieber Ständerat sollten wir dann nicht auch bestimmen, wer "die Schweiz zusammenkauft", Initiative? Aber ja doch..

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