Churer Weihbischof verurteilt Segnung von Bürglen

LUZERN ⋅ Der Churer Weihbischof Marian Eleganti hat das Verhalten des Pfarrers von Bürglen als «selbstgerecht und zutiefst illoyal» verurteilt. In einem Unternehmen würde dies nicht toleriert werden, sagte er in einem Interview mit dem katholischen Medienzentrum kath.ch.

Pfarrer Wendelin Bucheli soll auf bischöfliches Geheiss in seine Heimtadiözese Lausanne-Genf-Freiburg versetzt werden, weil er 2014 in Bürglen ein lesbisches Paar gesegnet hat. Bucheli wurde folglich vom Churer Bischof Vitus Huonder zur Demission aufgefordert. Der Pfarrer hat sich bislang geweigert, dem nachzukommen.

In dem Interview stelllt sich der Churer Weihbischof Eleganti hinter die Haltungs seines Bischofs. Die katholische Kirche wolle nicht jede eheähnliche Verbindung der Menschen im Namen Christus segnen, sagte er. Es gehe der Kirche explizit um den Schutz von Ehe und Familie als einer gottgewollten, exklusiven Verbindung von Mann und Frau.

Kirche tickt anders als Zivilgesellschaft

Eleganti weist darauf hin, dass die katholische Kirche in der Frage der Gleichstellung von Hetereo- und Homosexualität eine andere Haltung vertrete als die Zivilgesellschaft. Die Schweizer Bischofskonferenz habe 2005 die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe entschieden abgelehnt, und sie sei auch gegen die kirchliche Segnung gleichgeschlechtlicher Paare.

Seelsorger, die sich nicht an diese Vorgaben halten, handeln gemäss Eleganti selbstgerecht und zutiefst illoyal. Sie würden sich weder an die Lehre der Kirche noch an ihre eigenen Versprechen und Zusagen gegenüber ihren Bischöfen halten, sagte der Weihbischof. In einem privaten oder staatlichen Unternehmen würde das niemand tolerieren.

Eleganti bezeichnet die Kritik an den Bischöfen als «Bischofs-Bashing». Wie gut oder schlecht wir Bischöfe unsere Sache gemacht haben, entscheidet einmal Christus«, sagte er. Eleganti sagte, er habe die Bischöfe in der Schweiz aufgefordert, geschlossen und sofort Stellung zu beziehen.

sda


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