Dankesbrief für Bischöfe im Fall Bürglen

URI/LUZERN ⋅ Die Bischöfe von Chur und Lausanne erhalten Support für ihre Kritik an der Segnung eines homosexuellen Paares in Bürglen. Die Stiftung Zukunft CH dankt den Bischöfen in einem öffentlichen Brief für «ihr mutiges Einstehen für Ehe und Familie».

Wie die Stiftung am Dienstag mitteilte, kann auf ihrer Homepage der an Charles Morerod, Bischof von Lausanne, Genf und Freiburg, und Vitus Huonder, Bischof von Chur gerichtete Dankesbrief unterzeichnet werden. Dies haben bis am Dienstagabend über 800 Personen getan.

Die Unterzeichner danken in dem Brief den Bischöfen für ihre «klare Haltung» und ihr «Einschreiten für Ehe und Familie». Es gehe hier um die Pflicht aller Christen, die Ehe als eine «gottgewollte, exklusive Verbindung zwischen Mann und Frau - auch zum Wohle der gesamten Gesellschaft - zu verteidigen».

Der Bürgler Pfarrer Wendelin Bucheli hatte im Oktober 2014 ein lesbisches Paar gesegnet. Die Bischöfe verlangen deswegen von ihm, dass er von seinem Amt demissioniert. Der Pfarrer und die Kirchgemeinde haben sich dieser Aufforderung bislang widersetzt.

Die Stiftung Zukunft CH hat ihren Sitz in Engelberg. Die Geschäftsstelle befindet sich in Winterthur. Sie setzt sich nach eigenen Angaben für die Aufwertung der Familie und gegen die ihrer Ansicht nach schleichende Einführung der Scharia ein.

Die Stiftung bekämpfte unter anderem die neue Love-Life-Kampagne des Bundesamts für Gesundheit. Sie störte sich am «hochsexualisierten» Inhalt der Plakate. Zudem lancierte sie eine Petition zur Streichung des fachübergreifenden Themas «Gender und Gleichstellung» aus dem Lehrplan 21.


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