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Druck auf Kraftwerkpläne steigt

ERSTFELD ⋅ Am Alpbach soll ein Kraftwerk entstehen. Nun wehren sich aber Teile der Bevölkerung gegen die Pläne und fordern mehr Informationen.

Die Elektrizitätswerke Erstfeld und Altdorf wollen am Erstfelder Alpbach im Gebiet Bodenberge-Hofstetten ein Kraftwerk bauen, an dem sich auch der Kanton Uri beteiligt. Gegen dieses geplante Kraftwerk wehrte sich die Bevölkerung im Juni 2014 sehr deutlich. Damals gingen bei der Gemeinde zwei Volksinitiativen mit jeweils über 700 Unterschriften ein. Die Initianten wollen die drei Trinkwasserquellen am Alpbach schützen – denn diese wären allem Anschein nach durch das Kantonsprojekt gefährdet.

Mehr Information gefordert

Seither ist es rund ums Kraftwerk still geworden: Weder die Elektrizitätswerke noch die Behörden informierten öffentlich über das Projekt. Und das ärgert jetzt Teile der Bevölkerung. «Die Öffentlichkeit und die Unterzeichner der beiden Initiativen hätten ein Anrecht auf mehr und bessere Information von Seiten Behörden und EWE-Verwaltungsrat», schrieb der Erstfelder Ernst Tresch vergangene Woche in einem Leserbrief (siehe unsere Zeitung vom 15. Januar). Im Leserbrief wird gefordert, dass die beiden Initiativen sofort zur geheimen Volksabstimmung gebracht werden. Nun reagiert der Erstfelder Gemeinderat. «Noch in dieser Woche kommen wir mit den Initianten zusammen», sagte Gemeindepräsident Werner Zgraggen auf Anfrage unserer Zeitung. Dabei wolle man das weitere Vorgehen klären und bestimmen, ob am 8. März oder 14. Juni 2015 über die beiden Initiativen an der Urne entschieden werden soll.

Doch das letzte Wort in der Sache hat der Kanton, da dieser die Konzession am Bach besitzt und diese gesetzlich vergeben muss. «Es wird aber sicher zur Gemeindeabstimmung kommen. Und deren Ausgang hat zumindest Symbolcharakter», so Zgraggen.

Anian Heierli

 

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