Uri sagt «non» zu Französischdispensation

BILDUNG ⋅ Der Urner Erziehungsrat widersetzt sich dem Landrat und lockert die Bestimmungen für die Dispensation vom Französischunterricht nicht. Er stützt sich dabei auf das Ergebnis der Vernehmlassung.

Der Landrat hatte im Mai 2014 eine Parlamentarische Empfehlung gutgeheissen, die tiefere Hürden für die Französisch-Dispensierung auf dem Sekundarniveau B verlangte. Heute können sich die Schüler beim Übertritt von der Primarschule an die Oberstufe vom Französisch dispensieren lassen, wenn sie sprachlich schwach sind, das heisst, wenn ihre Lernziele in Deutsch und Englisch reduziert worden sind.

Der Regierungsrat arbeitete darauf einen Vorschlag aus, der Dispensationen dann vorsah, wenn der Französischunterricht eine positive Leistungsentwicklung in Deutsch, Mathematik, Englisch oder Realien gefährden könnte. Die dispensierten Schüler hätten die frei gewordenen Lektionen in diese Fächer investieren müssen. Theoretisch hätten sich mit diesem Regime auf Beginn der Oberstufe vier bis fünf Mal mehr Schülerinnen und Schüler als heute dispensieren können.

In der Vernehmlassung habe sich eine klare Mehrheit gegen eine Erweiterung der Dispensationsmöglichkeiten ausgesprochen, teilte der Erziehungsrat mit. Er verzichte deshalb darauf, die parlamentarische Empfehlung umzusetzen. Es ändere sich somit in diesem Punkt nichts.

Der Erziehungsrat kommt den schwächeren Schülerinnen und Schüler aber entgegen und will den Französischunterricht für sie attraktiver gestalten. Er habe das Amt für Volksschulen mit der Erarbeitung der entsprechenden Grundlagen beauftragt.

Heute können sich die Schülerinnen und Schüler nach dem ersten Semester der Oberstufe vom Französischunterricht dispensieren lassen. Ab dem nächsten Schuljahr wird dies erst nach dem zweiten Semster möglich sein, wie der Schulrat weiter mitteilte. (sda)


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