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Für eine Gotthardstrecke nach der Neat

URI ⋅ Die Gotthard-Bergstrecke der Bahn soll auch nach der Eröffnung des Gotthard-Basistunnels erhalten bleiben. Diese Forderung stellt Pro Bahn, die Interessenvertretung der Kunden des öffentlichen Verkehrs an die Adresse von Bundesrätin Doris Leuthard.

In einer Resolution zur Erhaltung der Gotthard Bergstrecke fordert die Sektion Zentralschweiz von Pro Bahn, dass das Bundesamt für Verkehr (BAV) aktiv daran mitwirkt, dass die Transportunternehmungen zusammen mit den Kantonen Uri und Tessin zu einer Lösung finden, um weiterhin einen umsteigefreien Verkehr auf der Gotthard-Bergstrecke sicherzustellen.

Auch als Notstrecke erhalten

Es soll Rollmaterial eingesetzt werden, das sowohl dem Bedarfsverkehr aus auch dem Tourismusverkehr optimal dient. Die Gotthard-Bergstrecke soll schliesslich auch als Ausweichstrecke bei Unterbrechungen und Notfällen und vor allem auch national bedeutendes Denkmal erhalten bleiben.

In weniger als zwei Jahren wird der Gotthard-Basistunnel eröffnet. Damit werde die bisherige, weltberühmte Gotthard-Bergstrecke mit der spektakulären Linienführung im Reusstal, der Leventina und der Biaschina an Bedeutung verlieren. Sie soll gemäss heutigem Konzept weiterhin betrieben werden – «auf unattraktive Art und Weise», wie Pro Bahn urteilt,  mit Umsteigen in Erstfeld und mit Vorortstriebzügen und ohne Zugsbegleitung.

Vorgesehenes Konzept führt zur Schliessung

Pro Bahn Schweiz und insbesondere die Sektion Zentralschweiz befürchten, dass mit dem zurzeit vorgesehenen Konzept die Gotthard Bergstrecke wegen zu schwacher Frequenzen ob kurz oder lang verkümmert. Tatsächlich muss für eine Reise vom Flughafen Zürich nach Andermatt mit diesem Konzept nicht weniger als dreimal umgestiegen werden. Das wird unweigerlich dazu führen, dass Carbetriebe dafür sorgen werden, diese Kunden bequem nach Andermatt zu bringen.

Pro Bahn Zentralschweiz führt als Vorbild die Bern-Lötschberg-Simplonbahn BLS ins Feld: Sie benutze nach der Eröffnung des Lötschberg-Basistunnels modernes und komfortables Rollmaterialb biete Zugsbegleitung und bediene nach wie vor die wichtigen Zentren wie Frutigen und Kandersteg auf der Nordseite und auf der Südseite sogar jeden Bahnhof.

pd/cv

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Leserkommentare
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 21.04.2015 08:21

    Die SBB soll die Südostbahn auf die alte Gotthardstrecke lassen! Die SOB hat schon vor einiger Zeit Interesse bekundet, eine Direktverbindung St. Gallen - Arth Goldau - Gotthardbergstrecke - Bellinzona - Locarno zu betreiben. Damit würde die SÜDostbahn auch ihrem Namen gerecht und die Strecke würde angemessen weiter benuzt werden, insofern die SOB in neues Rollmaterial investiert.

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