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Gotthardkantone drängen auf Ausbau der Zufahrten

URI / LUZERN ⋅ Die Gotthard-Kantone erwarten vom Bund namhafte Investitionen zur Stärkung der Nord-Süd-Achse. Rund ein Jahr vor Eröffnung des Gotthardbasis-Tunnels bekräftigten sie den Einsatz für die Beseitigung von Engpässen.

Die Gotthard-Kantone erwarten, dass dringend notwendige Infrastrukturen zur Stärkung der Gotthard-Achse im Ausbauschritt 2030 berücksichtigt werden. Die Verkehrszunahme nach Eröffnung der Basistunnels am Gotthard und Ceneri sowie des Viermeterkorridors wird aus Sicht des Gotthard-Komitees in absehbarer Zeit zu Engpässen bei den Zufahrten führen. «Investitionen in die Kapazität der Zufahrten im Norden und Süden sind unverzichtbar, wenn die wichtige Verlagerung des Transitgüterverkehrs nicht zu einer Verdrängung des ebenso wichtigen Personenfern- und Regionalverkehrs führen soll.» Diese Haltung bekräftigten die Regierungsvertreter der 13 Kantone am Freitag an ihrer Generalversammlung in Luzern.

Peter Füglistaler, Direktor des Bundesamts für Verkehr, nahm einen Ausblick auf die Weiterentwicklung des Schweizer Bahnsystems vor. In rund einem Jahr liegt gemäss den Ausführungen eine Priorisierung der Angebote vor. Füglistaler sprach von einer «Mittelkonkurrenz zwischen Investitionen in den Unterhalt und den Ausbau». Als Prinzip gelte, dass der Unterhalt Priorität habe.

Besonderes Augenmerk legt das Gotthard-Komitee auf die Zukunft der Bergstrecke. Mit ihrer wirtschaftlichen und touristischen Bedeutung sei sie eine «Lebensader der Region». Das Gotthard-Komitee fordert ein offenes und mutiges Konzept, das den wirtschaftlichen Potentialen im Gotthardraum und den Anstrengungen zur langfristigen Steigerung des touristischen Verkehrs Rechnung trägt. Ein attraktives Verkehrsangebot auf der Bergstrecke sei eine Investition in künftige Märkte, so das Komitee in einer Mitteilung.

Das Gotthard-Komitee ist eine Interessengemeinschaft von Kantonen und Wirtschaft im Einzugsgebiet der Gotthard-Achse. Dem Gotthard-Komitee gehören 13 Kantone (darunter Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden und Zug) sowie mehrere Städte und Verkehrsvereine an. Auch zahlreiche Handelskammern sind im Komitee vertreten.

pd/rem

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