Grösseres Radon-Risiko als angenommen

Das Radon-Risikogebiet im Kanton Uri ist grösser als bisher angenommen. Die Zahl der Gebäude mit hoch belasteten Wohnräumen muss nach Messungen in diesem Jahr von 17 auf 51 erhöht werden.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 3065 Gebäude in den 21 Urner Gemeinden kontrolliert - die erste flächendeckende Messkampagne der Schweiz. Dabei wurden 40 Grenzwertüberschreitungen festgestellt, und zwar nicht nur in Risikogebieten, sondern auch in weniger gefährdeten Zonen, teilte das Urner Amt für Umweltschutz am Freitag mit. Die betroffenen Häuser sollen nun saniert werden. Empfohlen wird in diesen Fällen eine zweite Messung, um die Situation genauer zu beurteilen. Das Umweltschutzamt wird die Eigentümer in den nächsten Wochen kontaktieren.

Radon ist ein natürliches, radioaktives Edelgas, das mit menschlichen Sinnen nicht wahrnehmbar ist. Laut Medienmitteilung verursacht es in der Schweiz jährlich rund 240 Todesfälle durch Lungenkrebs. Ein Risiko besteht, wenn Menschen über Jahre oder Jahrzehnte einer erhöhten Radonbelastung ausgesetzt sind.

sda

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