Kanton Uri wirtschaftet erfolgreicher als vorgesehen

FINANZEN ⋅ 21 Millionen Franken Mehrertrag resultieren aus der Jahresrechnung des Kantons Uri – deutlich mehr als budgetiert. Bei rückläufigen Investitionen ist der Selbstfinanzierungsgrad deutlich gestiegen.

Das Ergebnis der Erfolgsrechnung 2015 liegt mit einem Ertragsüberschuss von 21,1 Millionen Franken um 16,6 Millionen Franken über dem Budget. Diese positive Abweichung setzt sich aus Mehrerträgen von 10,4 Millionen Franken und Minderaufwendungen von 6,2 Millionen Franken zusammen, die Urner Regierung in einer Mitteilung schreibt.

Mehr Ertrag, weniger Aufwand

Der Aufwand in der Kantonsrechnung 2015 beträgt 392,9 Millionen Franken. Das sind 6,2 Millionen oder 1,6 Prozent weniger als budgetiert. Die wesentlichen Abweichungen sind Minderausgaben bei den Ergänzungsleistungen AHV/IV (minus 1.2 Mio.), bei der Umsetzung der Neuen Regionalpolitik  (minus 1.1 Mio.) oder bei der Wirtschafts-, Regional- und Tourismusentwicklung (minus 1.0 Mio.). Mehr ausgegeben hat der Kanton hauptsächlich für den Kantonsanteil an innerkantonalen Spitalbehandlungen (plus 1.1 Mio.), beim Beitrag an das Kantonsspital Uri (plus 0.7 Mio.) und bei der Rückstellung für Ruhegehälter der Regierungsräte (plus 0.8 Mio.)

Auf der Ertragsseite stehen 414 Millionen Franken, 10,4 Millionen Franken oder 2,6 Prozent mehr als budgetiert. Dazu beigetragen haben im Wesentlichen Mehreinnahmen bei den Kantonssteuern der natürlichen Personen (plus 3.6 Mio.) und der juristische Personen (plus 0.5 Mio.),  dank dem Anteil am Ertrag der Schweizerische Nationalbank (plus 2.9 Mio.) und wegen der Überführung freier Mittel an das Amt für Betrieb der Nationalstrassen (plus 1.5 Mio.). Weniger Einnahmen gab es hauptsächlich bei den Wasserzinsen und Entschädigungen (minus 1.4 Mio.), bei den Erbschafts- und Schenkungssteuern (minus 0.4 Mio.) und wegen Bussen und Geldstrafen der Staatsanwalt (minus 0.5 Mio.)

Weniger Investitionen

Die Nettoinvestitionen sind mit 22,3 Millionen Franken um 2,5 Millionen Franken tiefer ausgefallen als budgetiert. Dabei betragen die Bruttoinvestitionen 36,7 Millionen Franken und liegen damit um 23,2 Millionen Franken unter dem Budget. Der Selbstfinanzierungsgrad von 166.3 Prozent liegt damit deutlich über dem Budgetwert von 78.2 Prozent.

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(ur.ch)

pd/cv

 

 

 

 

 

 


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