Schwerverkehr: 11‘184 Verstösse geahndet

KANTON URI ⋅ Im Kanton Uri hat die Polizei im letzten Jahr 17‘417 Schwerfahrzeuge kontrolliert. Dabei wurden 11‘184 Verkehrsregelverstösse geahndet. Hauptbeanstandungsgründe waren Verstösse gegen die Betriebssicherheit und die Arbeits- und Ruhezeitvorschriften.

Im letzten Jahr kontrollierte die Kantonspolizei Uri während rund 6‘400 Stunden den Schwerverkehr auf den Urner Strassen. Diese Kontrollen erfolgten grösstenteils im Schwerverkehrszentrum (SVZ) in Erstfeld sowie mobil auf der Strasse oder direkt in den Unternehmen. Dabei untersuchten die Mitarbeitenden 17‘417 Schwerfahrzeuge, die in der Schweiz, in der EU und in übrigen Staaten immatrikuliert sind, und stellten dabei 11‘184 Verstösse gegen die geltenden Verkehrsregeln fest.

Arbeits- und Ruhezeit nicht eingehalten

Rund 8.7 Prozent der Beanstandungen betrafen Verstösse gegen die Arbeits- und Ruhezeitbestimmungen. Am häufigsten war das Nichteinhalten der Ruhezeit sowie das Überschreiten der täglichen Lenkzeit der berufsmässigen Chauffeure zu registrieren. Aufgefallen sind die Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerkarte sowie Fahren mit einer Fremdkarte. Im 2014 wurden insgesamt vier Fremdkarten eingezogen und an das Bundesamt für Strassen (ASTRA) weiter geleitet.

Über 2'300 Fahrzeuge wurden stillgelegt

Fast 90 Prozent der Verstösse betrafen die Betriebssicherheit. Der grosse Teil der Beanstandungen fiel erneut im Bereich der Fahrzeugtechnik sowie dem Nichtmitführen von Ausrüstungsgegenständen an. Viele Mängel gab es auch in Sachen Gewicht sowie den Dimensionen gefolgt von Tatbeständen der Ladungssicherung und diversen anderen Übertretungen wie Schnee und Eis, L-Schild, Geschwindigkeit, Telefonieren sowie dem Missachten von Signalen.

Aufgrund gravierender Mängel bei der Betriebssicherheit mussten insgesamt 2‘333 Schwerfahrzeuge stillgelegt werden.

Vier Chauffeure mussten wegen Fahren ohne Führerausweis zur Anzeige gebracht werden. 33 Chauffeure mussten wegen Alkohol am Steuer verzeigt werden.

Herkunft der Schwerfahrzeuge

Knapp 4 Prozent der kontrollierten Schwerfahrzeuge waren in der Schweiz, 94 Prozent in der EU und 2 Prozent in übrigen Staaten immatrikuliert. Die im Ausland immatrikulierten Schwerfahrzeuge machen einen Grossteil des gesamten Schwerverkehrs aus.

Anhalten des Schwerverkehrs

Insgesamt 78 Mal musste der Schwerverkehr in Erstfeld angehalten werden. Beinahe wöchentlich kam es zu Kurzsperrungen der Gotthardachse. Verursacht werden die Sperrungen durch das Wetter, durch Sperrungen des Gotthard-Strassentunnels, durch 3 Schwierigkeiten bei der Zollabfertigung und weiteren Friktionen. Während der Anhaltungen war der Warteraum teilweise mit bis zu 491 Schwerfahrzeugen belegt.

pd/shä


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