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Sonne führte zu Rekordstau am Gotthard

REISEVERKEHR ⋅ Der Osterstau hat dieses Jahr alle Rekorde gebrochen. Noch nie stauten sich die Autos so lange vor dem Gotthard-Nordportal. Die Blechlawine löste sich erst nach über 45,5 Stunden auf. Die milden Wetteraussichten hatten viele Kurzentschlossene in den Süden gelockt.

Bereits am Gründonnerstag knackte das Thermometer im Süden und im unteren Misox die 20-Grad-Marke. Auch danach blieb es auf der Alpensüdseite mit Temperaturen zwischen 12 und 16 Grad freundlich.

Im Norden und Osten der Schweiz war der Start ins Osterwochenende dagegen buchstäblich ins Wasser gefallen. Laut SRF Meteo tobte im Norden vielerorts erneut der Sturm und es gab teilweise viel Regen. Die Schneefallgrenze sank am Samstag gar unter 1000 Meter. Im Mittelland erreichten die Temperaturen an den Ostertagen maximal zehn Grad.

Das Resultat war ein Rekordstau in Richtung Süden, der sich nicht alleine mit dem Ferienbeginn in der Schweiz erklärte. Das freundliche Wetter habe viele Deutsche und Holländer bewogen, spontan in den Süden zu reisen, schreibt der Verkehrsinformationsdienst viasuisse.

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Noch nie hat sich der Verkehr am Gotthard in diesem Masse gestaut wie am Osterwochenende 2015. Der Stau löste sich erst nach über 45 Stunden.

Dauerstau von Mittwoch bis Freitag

Bereits am Mittwoch war es vor dem Gotthard-Nordportal zu Staus gekommen, als sich viele Reisende auf den Weg in Richtung Süden machten. Am frühen Donnerstagmorgen bildete sich dann ein Dauerstau bis Karfreitagabend.

Bei der Rückreise am Ostermontag war am Gotthard erneut Geduld gefragt. Ab Mittag begann sich vor dem Südportal Stau zu bilden, zeitweise standen die Autos am Nachmittag gemäss viasuisse auf einer Länge von acht Kilometern im Stau. Und auch am frühen Abend betrug die Staulänge noch immer sieben Kilometer.

Gross war das Verkehrsaufkommen aber nicht nur vor dem Gotthard-Tunnel. Viele Reisende versuchten, die kilometerlangen Staus über die A13 zu umfahren. Nach Angaben der Bündner Kantonspolizei staute sich der Verkehr am Nachmittag vor dem San-Bernardino-Tunnel auf einer Länge von rund 15 Kilometern.

Auch vor dem Grossen St. Bernhard-Tunnel betrug der Zeitverlust bis zu einer Stunde. Beim Autoverlad durch den Simplon mussten die Autofahrer zeitweise bis zu zwei Stunden warten.

Der Kluge reist im Zuge

Wer mit dem Zug ins Tessin verreiste, konnte den Stau umgehen: Die SBB schickte über Ostern fünf Zusatzzüge ins Tessin und ins Wallis und wieder zurück. Diverse Regelzüge wurden zudem verlängert. So stellte die SBB über Ostern 18'000 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung.

Pech hatte allerdings, wer ins Engadin reisen wollte. Die RhB-Strecke Chur-St. Moritz war am Karfreitag wegen Steinschlaggefahr zwischen Thusis und Tiefencastel unterbrochen. Nach einer Sicherheitssprengung konnte die RhB das Stein- und Felsmaterial bis am Samstagabend wegräumen.

Störungen gab es am Karfreitag auch auf der Matterhorn Gotthard Bahn: Weil Schnee weggeräumt werden musste, fuhren am frühen Morgen zwischen Realp und Hospental im Kanton Uri vorübergehend keine Züge. Wegen Lawinengefahr war der Autoverlad am Oberalppass zwischen Andermatt und Sedrun den ganzen Tag unterbrochen.

sda

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Leserkommentare (2)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 07.04.2015 06:24

    Nur laut und kein bisschen weise.
    Seit Jahrzehnten ergötze ich mich schon an dieser Meldung, weil die Menschheit noch immer nichts dazugelernt hat.
    Das geht dann so weit, dass mann/frau am Donnerstag losfährt und sich hinunterstaut, um dann am Samstag im Stau umzudrehen, um wieder rechtzeitig am Montag zu Hause zu sein hahahahahaha

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 06.04.2015 23:03

    Die Bahn kennt keinen Stau - und transportiert auch noch das Gepäck.
    Aber jedem sei es selbst überlassen, ob er gemütlich reisen will oder in einer Blechlawine feststeckt ohne Nahrung, WC und Strom.

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