Uri fördert den blau-schwarzen Alpenbockkäfer

NATUR ⋅ In Uri sind Massnahmen ergriffen worden, um die Verbreitung des international geschützten Alpenbockkäfers zu fördern. In einem Wald bei Isenthal wurden dazu 100 Buchen gefällt. In den Strünken soll das blaue Insekt mit schwarzen Flecken und grossen Fühlern vermehrt Eier ablegen.

Mit der Förderung des Alpenbocks werde ein wichtiger Beitrag zum Schutz besonders wertvoller Tierarten geleistet, teilte die Urner Sicherheitsdirektion am Mittwoch mit. Der vier Zentimeter grosse Alpenbock mit blauem Körper, schwarzen Flecken und langen Fühlern gehört zu den europaweit gefährdeten Smaragd-Arten unter den Käfern. Er ist in mehreren Ländern auf Briefmarken abgebildet.

Infolge des fehlenden Totholzes und der hohen Holzvorräte sei das geschützte Tier nur noch selten in den einheimischen Wäldern zu finden, heisst es in der Mitteilung. Damit der Käfer, der seine Eier in Risse von toten Buchen ablegt, genügend Lebensraum findet, wurden im Scheideggwald bei Isenthal 100 Bäume gefällt und hohe Baumstöcke stehen gelassen. Zudem wurden Stämme am Boden liegengelassen.

Die Massnahmen zur Förderung des Alpenbocks wirkten sich auch positiv auf andere Insekten und Pilzen sowie auf die Schutzfunktion des Waldes aus, heisst es in der Mitteilung weiter. Hohe Baumstöcke sowie liegendes Holz würden gegen Steinschlag schützen.

Das Aufwertungsprojekt im Urner Wald dauert vorerst bis 2019 und kostet insgesamt 95'000 Franken. Finanziell beteiligt sind der Bund, der Kanton und die Umweltorganisation Pro Natura. (sda)


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