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Urner Freerider zeigen ihr Können

ANDERMATT ⋅ Auf der Maighelshütte im Gebiet Andermatt / Sedrun haben Freerider ein Spektakel geboten. Der beste Skifahrer und der beste Snowboarder stammen aus dem Kanton Uri.

Bereits zum achten Mal fand der Freetouring Event der Kick The Vik Eco Freeride Tour (EFT) auf der Maighelshütte SAC im Gebiet Andermatt/Sedrun statt. Snowboarder Ruedi Gisler aus Altdorf und Skifahrer Jan Bonetti aus Andermatt überzeugten beim Wettkampf nicht nur mit der kreativsten Linie, sondern auch mit spektakulären Sprüngen, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Die beiden Urner waren in ihren Kategorien jeweils die Besten.

Aufstieg zu Fuss

Bei einer leichten Brise waren die 35 Teilnehmer am Freitag zum Eventgelände im Maighelstal aufgestiegen. Am Fusse des Piz Piogn Crap angekommen, dem diesjährigen Contest Hang, gab es Instruktionen zum Aufstieg- und Abfahrtsgelände. Speziell die letzten Gipfelmeter boten eine Herausforderung für die Teilnehmer: Das ausgesetzte, steile Schneefeld musste mit einem von den Bergführern eingerichteten Seil überwunden werden.

Auf der Maighelshütte im Gebiet Andermatt / Sedrun haben Freerider ein Spektakel geboten. Der beste Skifahrer und der beste Snowboarder stammen aus dem Kanton Uri.

Abwechslungsreiche Couloirs

Um 13 Uhr startete der erste Fahrer in die 45 Grad steile Rinne. Anschliessend öffnete sich der Hang und bot neben abwechslungsreichen Couloirs auch vielfältige felsbespickte Felder mit unterschiedlichen Schneebedingungen. Dies forderte die Teilnehmer bereits bei der Linienauswahl. Powder-Turns, Sprünge mit Drehungen über Schneewächten und Felsen sowie flüssige Linien durch steiles Gelände boten ein interessantes Schauspiel für Zuschauer. Nach dem Wettbewerb genossen die wagemutigen Fahrer und Freunde die letzten Sonnenstrahlen bei einem kühlen Bier. Auch der Abend endete in einer gemütlichen Hüttenrunde unter Gleichgesinnten.

Fahrer mit Video bewertet

Unerwartet verlockende Bedingungen am Samstag gaben Anlass dazu, das variantenreiche Gelände noch weiter zu erkunden. Schnell fanden sich kleine Gruppen mit unterschiedlichen Tourenzielen um die Maighelshütte. Bergführer-Aspirant Raphael Imsand gab zudem sein Wissen über Orientierung im alpinen Gelände weiter. Mit Karte und Kompass planten die Teilnehmer lawinengerechte Touren.

Die Gruppe von Bergführer Daniel Loutrel bestieg den 2766 Meter hohen Piz Plaunca Cotschna, um den noch letzten unverspurten Pulverschnee hinab ins Val Curnera zu geniessen.

Am Abend stand das Riders Judging auf dem Programm. Alle verfolgten in der Hütte gespannt die Videoaufnahmen. Die Contest-Fahrer bewerteten ihre Mitstreiter anhand der Kriterien: Flüssiges Fahren, Linienwahl, Kontrolle sowie Style im Sprung und in der Landung. In der Kategorie Männer Snowboard bot Ruedi Gisler die stylischste Line. Auf den Skiern überzeugte Jan Bonetti mit einem imposanten Cliff Drop. Bei den Frauen zeigte die Allgäuerin Hanna Finkel die flüssigste Linie mit einem gekonnten Sprung zum Abschluss.

Einen abenteuerlichen Biwakier-Workshop erwartet die Freunde der EFT vom 27. bis 29 März im tirolerischen Kaunertal. Der finale EFT-Stopp findet vom 3. bis 5. April auf der Forno Hütte in Maloja statt.

red

Hinweis: Die vollständige Rangliste »

Freerider aufgepasst

Diese Punkte gilt es laut dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) beim Verlassen einer Piste immer zu befolgen, egal wie hoch die Lawinengefahr ist:

  • Orientieren Sie sich über Wetter und Lawinensituation.
  • Stellen Sie Ihr Lawinenverschüttetensuchgerät auf Senden, und haben Sie eine Schaufel und Sonde dabei.
  • Umgehen Sie frische Triebschneeansammlungen.
  • Befahren Sie Schlüsselstellen und extreme Steilhänge einzeln.
  • Beachten Sie die tageszeitliche Erwärmung. Schnee mit Wind erhöht Gefahr


Folgende Merksätze gilt es zu beachten:

  • Der erste schöne Tag nach einem bedeutenden Schneefall ist besonders gefährlich.
  • Neuschnee und Wind erhöhen die Lawinengefahr.
  • Je steiler und schattiger ein Hang ist, desto gefährlicher.
  • Schnelle und markante Erwärmung führt kurzfristig zu einem Anstieg der Lawinengefahr.

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