Kantonsspital macht 1,275 Millionen Franken Verlust

GESUNDHEIT ⋅ Das Urner Kantonsspital hat im vergangenen Jahr einen Verlust von 1,275 Millionen Franken erwirtschaftet. Grund waren weniger stationäre Patienten. Eine Entwicklung, die vom Spital gewollt ist. Die Hälfte des Fehlbetrags muss der Kanton Uri übernehmen.

Die Zahl der akutstationären Fälle betrug 3'710. Dies waren 162 (-4,2 Prozent) weniger als im Vorjahr, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Bericht der Regierung ans Parlament hervorgeht. Zudem handelte es sich um weniger schwere Fälle. Im Ambulatorium hingegen wurden 20'170 Patienten behandelt, 1'065 mehr als im Vorjahr (+5,6 Prozent).

Die Verlagerung von weniger stationären zu mehr ambulanten Patienten sei ein Resultat der Anstrengungen des Kantonsspitals nach dem Grundsatz "ambulant vor stationär". Mit Blick auf die Gesundheitskosten sei diese Entwicklung zu begrüssen, schreibt der Regierungsrat.

Bei den stationären Patienten betrug die durchschnittliche Aufenthaltsdauer 5,7 Tage (Vorjahr: 5,9 Tage). Die Wiedereintrittsrate betrug 3,6 Prozent (135 Fälle).

Der Rettungsdienst wurde 2014 leicht weniger beansprucht. Er leistete insgesamt 842 (859) Rettungseinsätze.

Nach Gewinnen in den Jahren 2012 (0,86 Mio. Fr.) und 2013 (1,06) resultierte 2014 bei einem Aufwand von 62,6 Mio. Fr. ein Verlust von 1,275 Mio. Franken. Der Kanton Uri muss deshalb neben dem bereits bewilligten Globalkredit von 4,9 Mio. Fr. noch rund 0,6 Mio. Fr. nachzahlen. (sda)


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