Urner Landräte sollen Lohnerhöhung erhalten

KANTONSPARLAMENT ⋅ Die 64 Urner Kantonsparlamentarier sollen nicht länger weniger verdienen als Ratskollegen in anderen Zentralschweizer Kantonen. Der Regierungsrat stellt sich hinter eine Motion, die für die Parlamentarier neu ein Fixum und höhere Sitzungsgelder verlangt.

Seit 2004 erhalten die Urner Landräte für ganztägige Sitzungen 160 Franken, für halbtägige Sessionen 105 Franken. In den übrigen Zentralschweizer Kantonen sind die Ansätze rund doppelt so hoch.

2006 hatte das Urner Stimmvolk in einem Referendum eine Revision der Nebenamtsverordnung und damit höhere Entschädigungen mit 67,5 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Auf die nächste Legislatur ab 2016 hin wird nun erneut über eine Erhöhung diskutiert.

Die in Uri geltenden Entschädigungen seien im Vergleich zu den umliegenden Kantonen nach wie vor bescheiden, schreibt der Regierungsrat in seiner am Donnerstag veröffentlichen Antwort auf eine Motion von Marlies Rieder (CVP).

Die Suche nach möglichen Kandidaten werde durch die aktuellen Entschädigungsansätze eher benachteiligt, hält der Regierungsrat fest. Mit einer Erhöhung der Ansätze sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, die es allen ermögliche, ein Landratsmandat zu übernehmen. Daneben ist der Regierungsrat bereit, die Höhe der Entschädigungen weiterer Behörden- und Kommissionsmitglieder im Nebenamt zu prüfen.

sda


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