Zusatzkredit für die neue Axenstrasse genehmigt

LANDRAT ⋅ Die Kosten für die neue Axenstrasse sind höher als ursprünglich geplant. Der Kanton Uri erhöht deswegen seinen Beitrag von 4,35 Millionen Franken auf 6,45 Millionen Franken.

Der Landrat hat am Mittwoch einem Zusatzkredit von 2,1 Millionen Franken mit 50 Ja- zu 4 Nein-Stimmen bei zwei Enthaltungen gutgeheissen. Er hatte 2010 für den Ausbau der Axenstrasse einen Verpflichtungskredit von 4,35 Millionen Franken genehmigt. Zu Mehrkosten kommt es bei den Anschlüssen Ingenbohl SZ und Gumpisch bei Sisikon UR sowie bei der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung.

Dem Kanton Uri fallen etwa 28 Prozent der Kosten zu. Diese werden zu 97 Prozent vom Bund übernommen. Insgesamt kostet das Ausführungsprojekt inklusive der seit 2004 aufgelaufenen Teuerung 980,27 Millionen Franken.

Die alte Axenstrasse genügt den heutigen Anforderungen nicht mehr, besonders bezüglich der Sicherheit. Ab 2017 wird deshalb die Neue Axenstrasse gebaut, die voraussichtlich 2025 eröffnet wird. Die 740 Millionen Franken teure Strasse führt durch zwei lange, neue Tunnels.

Hohe wirtschaftliche Bedeutung

Der Zusatzkredit war im Urner Landrat weitgehend unbestritten. Für die Urner Unternehmen habe eine gut ausgebaute Axenstrasse eine hohe wirtschaftliche Bedeutung, meinte etwa FDP-Landrat Theophil Zurfluh. Mit der Umfahrung von Sisikon könne das Dorf zudem massiv vom Durchgangsverkehr entlastet werden.

Kritische Stimmen gab es einzig seitens der SP/Grüne Fraktion zu vernehmen. Landrat Alf Arnold hält eine Umfahrung der Gemeinde Sisikon zwar für ein berechtigtes Anliegen, eine kürzere und damit günstigere Umfahrung würde jedoch genügen. Darüber hinaus sei mit weiteren Projektänderungen und steigenden Kosten zu rechnen, weshalb der Zusatzkredit zum jetzigen Zeitpunkt unangebracht sei.

Erst letzte Woche ist in Schwyz die kantonale Initiative "Axen vors Volk – Für Sicherheit ohne Luxustunnel" eingereicht worden. Diese will in der Kantonsverfassung festschreiben, dass sich die Schwyzer Behörden beim Bund für eine günstigere Sanierung der alten Axenstrasse und gegen ein neues Tunnelprojekt stark machen müssen. Dem 15-köpfigen Initiativkomitee gehören vor allem Politiker von Grünen und SP an, so auch SP-Nationalrat Andy Tschümperlin.

Der Ausbau der Axenstrasse besteht aus zwei Tunnels und einer kurzen offenen Strecke. Der 2,9 Kilometer lange Morschacher Tunnel umfährt Brunnen SZ, der 4,4 Kilometer lange Sisikoner Tunnel Sisikon. Zwischen den Tunnel liegt eine offene Strecke, wo auch ein Übergang zur heutigen Axenstrasse möglich ist. Die Bauarbeiten sollen 2017 beginnen. Die Eröffnung ist für 2025 vorgesehen.

sda


Login


 

Leserkommentare

Anzeige: