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Regierung plant Gesetz wegen Ärztemangels

URI ⋅ Der Kanton Uri hat schweizweit eine der tiefsten Ärztedichten. Um die medizinische Unterversorgung abzuwenden, will die Regierung ein Gesetz schaffen. Dieses würde es ihr erlauben, griffigere Fördermassnahmen zu treffen und Finanzmittel zu sprechen.

Die ärztliche Grundversorgung samt Notfalldienst könne zurzeit noch gewährleistet werden, aber es brauche Massnahmen, damit sie auch künftig sichergestellt werden könne, schreibt die Urner Regierung in einer am Freitag veröffentlichten Antwort auf eine Anfrage von Landrat Toni Gamma (FDP).

Der Regierungsrat plant eine Gesetzesvorlage zur Förderung der medizinischen Grundversorgung. Eine solche sei nötig, damit die Regierung den Handlungsspielraum vergrössern und Projekte finanziell unterstützen könne.

Einen Gesetzesentwurf will die Regierung in den nächsten Wochen in die Vernehmlassung schicken. Das Parlament soll im Sommer über die Vorlage entscheiden.

Pflegeexperten für das Urserntal

Die Regierung plant unter anderem im Urserntal den Einsatz von Pflegeexperten mit akademischer Ausbildung, die auch komplexe medizinische Probleme lösen können. Daneben sollen im Unterland medizinische Praxisassistentinnen gewisse ärztliche Tätigkeiten erbringen dürfen, die vom zuständigen Arzt verrechnet werden können.

Weiter wird im Kanton Uri die Einführung eines elektronischen Patientendossiers und von Telemedizin, etwa medizinische Ratgeber über das Telefon geprüft.

Bereits früher lanciert wurden Massnahmen wie ein Programm für ärztliche Praxisassistenzen und das Gesundheitsnetzwerk Uri, das junge Ärzte motivieren soll, im Kanton Uri zu praktizieren.

Uri hat schweizweit die tiefste Ärztedichte aller Kantone. 2013 registrierte das Bundesamt für Statistik im Bergkanton umgerechnet 98 Ärzte per 100'000 Einwohner. Am höchsten war die Dichte in Basel-Stadt mit 425 Ärzten.

Von total 34 Ärzten in Uri sind 26 Grundversorger wie Hausärzte, Gynäkologen oder Kinderheilkundler. In den nächsten zehn Jahren erreicht rund die Hälfte davon das Pensionsalter.

sda

 

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