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Urner SVP-Politiker geschäftete mit Zuhälter

WASSEN ⋅ Als SVP-Politiker fordert Gemeinderat Christian Gerig ein härteres Durchgreifen bei kriminellen Ausländern. Dabei hat er vor einigen Jahren selber mit solchen geschäftet – im Sex-Gewerbe.

Christian Gerig ist ein engagierter Politiker. Seit letztem Jahr sitzt er für die SVP im Gemeinderat von Wassen. Und auch als Verfasser von politischen Texten zeigt er Flagge. So zum Beispiel im Vorfeld der Initiative gegen Masseneinwanderung vom vergangenen 9. Februar. Im Gratisanzeiger «Uristier» hielt Gerig in einem ganzseitigen Traktat fest, dass straffällige Ausländer endlich ausgeschafft werden müssten.

Wenn der 40-Jährige im Umgang mit straffälligen Ausländern für eine härtere Gangart plädiert, lohnt es sich auch, Gerigs Vergangenheit etwas genauer zu durchleuchten. Denn der Umgang mit kriminellen Ausländern ist dem gelernten Zimmermann nicht fremd.

Johnny erhielt sechs Jahre Knast

Bis in die Jahre um 2006 und 2007 war Gerig nämlich als Produzent von Pornofilmen im ganzen Land unterwegs. Seine Streifen publizierte er danach auf der Internetseite «swissfuckers.ch». Offenbar war es nicht immer ganz einfach, genügend Amateur-Sexdarsteller zu finden. Und so kam es, dass sich auf ein Inserat von Gerig auch ein gewisser Johnny meldete. Jahre später stellte sich heraus, dass es sich bei Johnny um einen Zuhälter übelsten Zuschnitts handelte. Er wurde des qualifizierten Menschenhandels bezichtigt sowie der mehrfachen Förderung der Prostitution. Gerig sagt: «Ich wusste damals nicht, dass es sich bei Johnny um einen derart groben Zuhälter handelt.»

 

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Leserkommentare (2)
  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 02.03.2014 09:20

    nun, wo genau ist hier das problem? dieser artikel hetzt, mehr nicht

  • lädt ... nicht eingeloggt noch nicht bewertet schon bewertet ()
    geschrieben am 02.03.2014 08:49

    Diese Doppelmoral überrascht niemand mehr,vor allem nicht in
    christlich-rechts bürgerlichen " polit. Urzellen. Das einzig was hier zählt,man hat für einige Tage ,die auch anderswo bekannte "Sau die man durch die Dorfgassen treiben kann".So kommt wenigstens der ultra montane Klatsch auf seine Rechnung-nicht viel,aber immerhin etwas!.

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