Versicherungsobligatorium für Rinder soll fallen

URI ⋅ Landwirte sollen für ihre Rinder keine Versicherung mehr abschliessen müssen. Dies schreibt der Regierungsrat zu einer Motion aus dem Landrat. Er begründet dies damit, dass die Versicherungen teuer seien.

Landrat Alois Arnold (SVP) aus Bürglen wehrt sich in seiner Motion gegen die Aufhebung des Rindviehversicherungsgesetzes und damit gegen das Versicherungsobligatorium. Er verweist auf die Risiken, denen die Tiere ausgesetzt seien. Es wäre schade, wenn wegen der Unfallgefahr Alpweiden nicht mehr bewirtschaftet würden.

Das Gesetz über die Rindviehversicherung ist seit 1971 in Kraft und verpflichtet die Viehhalter dazu, ihre Tiere zu versichern. Der Kanton subventioniert die Versicherung mit 7.50 Franken pro Tier. Der Regierungsrat kommt, gestützt auf die Feststellungen einer Arbeitsgruppe, zum Schluss, dass dieses System heute seine Berechtigung verloren hat, wie er am Montag mitteilte.

Landwirts sollen für ihre Rinder keine Versicherung mehr abschliessen müssen. So schlägt es der Regierungsrat vor. Der Hintergrund: Die Versicherung kostet den Kanton Uri 7.50 Franken pro Tier. (Tele1, 23.02.2015)

Begründet wird dies damit, dass der Verwaltungsaufwand der Versicherung hoch sei. Die Spezialisierung in der Landwirtschaft habe ferner dazu geführt, dass in gewissen Betrieben das Risiko für Tierverluste gesunken sei und sie keinen Bedarf für die Versicherung mehr hätten. Zudem sei der Wert der Tiere heute deutlich tiefer als vor dreissig Jahren.

Gemäss Regierungsrat ist für Betriebe mit tiefen Risiken ein Verzicht auf eine Versicherung die kostengünstigste Lösung. Auch für den Durchschnittsbetrieb lohnt sich die Versicherung höchstens so lange, wie der Kanton einen Beitrag daran zahlt.

Der Regierungsrat lehnt deshalb die Motion ab und kommt zum Schluss, dass das Gesetz und das Versicherungsobligatorium aufzuheben seien. Er sichert aber zu, flankierende Massnahmen zu prüfen, um die Folgen des Schrittes abzufedern. (sda)


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