Auf Urner Strassen wurden 2016 weniger Menschen verletzt

POLIZEI ⋅ Bei Unfällen verloren zwei Menschen ihr Leben. 133 Personen verletzten sich. Der bei den Unfällen entstandene Sachschaden beläuft sich auf fast 3 Millionen Franken. Die Kantonspolizei war aber auch präventiv tätig.
21. März 2017, 08:00

Die Kantonspolizei Uri hat im vergangenen Jahr 410 Unfälle registriert. Das sind genau gleich viele wie im Vorjahr. Zwei Menschen starben auf Urner Strassen. Im Vorjahr waren es drei Todesfälle. 19 Menschen (Vorjahr: 23) haben sich schwer und 114 (118) leicht verletzt. Diese Zahlen gehen aus der gestern veröffentlichten Unfallstatistik hervor.

Insgesamt sank die Zahl der verunfallten Personen gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent. Sieben (13) Personen wurden auf oder neben einem Fussgängerstreifen verletzt. Im Vorjahr zog sich bei einem Unfall eine Person tödliche Verletzungen zu. Im vergangenen Jahr kam es bei Fussgängerstreifen zu keinen tödlichen Unfällen.

An den Verkehrsunfällen waren insgesamt 794 Personen beteiligt. Das sind gleich viele wie im Vorjahr. Davon waren elf (13) Personen Fussgänger und 783 (781) Lenker oder Mitfahrer von Fahrzeugen.

Auf der Autobahn kam es zu viel mehr Unfällen

Mit 88 (92) ereigneten sich die meisten Unfälle in der Gemeinde Altdorf; am wenigsten in den Gemeinden Attinghausen, Bauen, Seelisberg und Isenthal mit je drei; gefolgt von Spiringen mit sechs (4). Die Verkehrsunfälle innerorts sanken von 172 auf 137. Ausserorts sanken sie auf 166 (172). Auf der Autobahn hingegen stiegen die Unfälle auf 107 (66) an.

Die unfallträchtigsten Monate waren der Juli mit 65, der September mit 41 und die Monate Mai und Juni mit 38 Unfällen. Mit 78 Unfällen ereigneten sich die meisten am Freitag (Vorjahr: Samstag; 74) und am wenigsten am Dienstag mit 46 (Mittwoch; 49). Auf die Tageszeit bezogen ereigneten sich die meisten Unfälle (je 43) zwischen 13 und 14 Uhr sowie zwischen 16 und 17 Uhr. Die wenigsten, nämlich je zwei Unfälle, passierten zwischen Mitternacht und 1 Uhr sowie zwischen 4 und 5 Uhr.

Unaufmerksamkeit führte zu den meisten Unfällen

An der Spitze der Unfallursachen liegen erneut Unaufmerksamkeit und Ablenkung mit 191 (215) sowie das Nichtanpassen der Geschwindigkeit in 52 (41) Fällen. Bei 14 (16) Unfällen hatten die Verursacher viel getrunken. Der bei den Unfällen entstandene Sachschaden beläuft sich auf 2,89 Millionen Franken. Im Jahr zuvor waren es 3,22 Millionen Franken. Die Kantonspolizei setzte im vergangenen Jahr auf die Prävention: «Null Promille. – Null Probleme»; «Feuerstuhl» und «Schulbeginn» hiessen die Kampagnen.

Bei der Aktion «Null Promille. – Null Probleme» wurde auf Alkohol- und Drogensymptome, aber auch auf den Missbrauch von Medikamenten und Müdigkeitsanzeichen im Strassenverkehr geachtet. Bei der Aktion «Feuerstuhl» wurden vermehrt Geschwindigkeitskontrollen auf den Urner Passstrassen durchgeführt. Der Super-Biker-Tag, welcher in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Glarus und weiteren Partnern auf dem Klausenpass stattgefunden hätte, fiel aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen aus. Bei der Kampagne «Schulbeginn» war die Bereitschafts- und Verkehrspolizei (BVP) vermehrt bei Schulhäusern und auf Schulwegen an neuralgischen Stellen präsent. Ausserdem wurden zum Schulbeginn zusätzliche Geschwindigkeitskontrollen im Bereich von Schulhäusern gemacht.

 

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch

Hinweis

Die Verkehrsunfallstatistik ist zu finden unter www.ur.ch (Aktuelles/News/Polizeimeldungen).


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