Bär bedient sich an einem Bienenstand in Silenen

URI ⋅ Ein Bienenstand in Silenen wurde beschädigt. Aufgrund von Kratzspuren an den Kästen geht man von einer Bärenattacke aus.
19. April 2017, 10:34

Ein Imker meldete am Montag dem Wildhüter einen Schaden an seinem Bienenstand im Gebiet unterhalb der Strengmatt in der Gemeinde Silenen. Es wurden einige Bienenkästen in den Bienenstand geschoben, und an den Kästen waren deutliche Kratzspuren sichtbar, schreibt der Kanton Uri in einer Mitteilung.

Aufgrund der angetroffenen Situation und dem Umstand, dass in derselben Gebietskammer vor rund drei Wochen eindeutige Bärenspuren angetroffen wurden, muss davon ausgegangen werden, dass der Schaden von einem Bären verursacht wurde.

Der Braunbär ist ein Allesfresser. Mehrheitlich frisst er Früchte und pflanzliches Futter. Er frisst aber auch Insekten, Wild und vereinzelt Nutztiere. Bienenvölker sucht er vor allem wegen den eiweisshaltigen Larven auf. Dank ihres ausgezeichneten Geruchssinns können Bären die Bienen von weitem aufspüren. Bleiben Standorte ungeschützt, werden sie meistens mehrfach heimgesucht.

Um weitere Schäden am betroffenen Bienenstand zu verhindern wurde in der Zwischenzeit ein Elektrozaunsystem installiert, das verhindern soll, dass sich der Bär dem Bienenstand wieder nähern kann.

Der Bär hält sich vermutlich seit Mitte letztem Jahr im Kanton Uri auf und legte umfangreiche Distanzen zurück. Bis anhin verhielt er sich sehr unauffällig und richtete keine Schäden an. Daher sind momentan trotz des einzelnen Schadens auch keine weiteren Massnahmen geplant. Das Monitoring wird wie bis anhin fortgesetzt. Es wird aufzeigen, ob der Bär im Kanton Uri bleibt oder weiterzieht. Je nach Entwicklung des Aufenthaltsgebietes und allfälliger weiterer Schäden müssen dann weitere Bienen-/Herdenschutzmassnahmen oder allenfalls Vergrämungsaktionen in Betracht gezogen werden.

pd/zfo

Video: Bär bedient sich an einem Bienenstand

Das Tier hat in Uri Sachschaden angerichtet. Weil es sich bisher unauffällig verhalten hat, plant man beim Kanton keine weiteren Massnahmen. (Tele 1, 19. 04. 2017)




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