Briefkastenfirmen: Zahlen sind umstritten

WIRTSCHAFT ⋅ Uri hat laut einer Analyse einen hohen Anteil an Briefkastenfirmen. Der Volkswirtschafts­direktor beschwichtigt: Er geht von anderen Zahlen aus.
10. Mai 2013, 05:04

Jede siebte Urner Firma ist ein Briefkastenfirma. Das geht aus den Zahlen hervor, welche die Orell Füssli Wirtschaftsinformationen AG im Auftrag des «Tages-Anzeigers» erhoben hat. Diese 264 Firmen beschäftigen in Uri also keine Arbeitnehmer, sondern profitieren lediglich vom Standort.

Anfang Mai wurde die Statistik veröffentlicht. Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind kann sich die Zahlen von Orell Füssli nicht erklären. «Uns liegen andere Fakten vor», sagt er. Laut der Volkswirtschaftsdirektion gibt es in Uri 58 Domizilgesellschaften oder Holdings, die als Briefkastenfirma durchgehen. Diese würden einen Anteil von 4,6 Prozent aller Firmen ausmachen.

Über 500 Firmen weniger

Orell Füssli hält an ihren Zahlen fest. Laut Heidi Hug, welche die Erhebung geleitet hat, wurde das gesamte Handelsregister nach Holdings, Domizilgesellschaften, AG, Einzelfirmen und GmbH erfasst. Aber auch Vereine sowie Stiftungen flossen in die Zählung ein. Als Briefkastenfirmen wurden Holdings und Domizilgesellschaften mit dem Adress-Zusatz c/o gewertet; aber auch Firmen, bei denen weder eine Telefonnummer noch ein Kontakt angegeben ist. Dieses zweite Kriterium berücksichtigt die Volkswirtschaftsdirektion nicht.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Urner Zeitung oder im E-Paper.


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