In Uri treten SP und SVP zum zweiten Wahlgang an – CVP will nicht

WAHLEN ⋅ Bei den Urner Regierungsratswahlen treten SP und SVP beim zweiten Wahlgang für die letzten zwei der sieben Sitze an. Die FDP entscheidet am Dienstagabend. Bei der CVP will die Parteileitung keinen Kandidaten mehr ins Rennen schicken und auch keine Empfehlung abgeben.

01. März 2016, 13:51

Am vergangenen Wahlsonntag wurden die vier bisherigen Regierungsräte Beat Jörg (CVP), Urban Camenzind (CVP), Heidi Z'graggen (CVP) und Barbara Bär (FDP) wiedergewählt. Ebenfalls schaffte der neukandidierende wilde Roger Nager (FDP) den Einzug auf Anhieb.

Die beiden weiteren FDP-Kandidaten Urs Janett und Toni Epp sowie Dimitri Moretti (SP) verpassten das absolute Mehr. Weiter zurück lagen die SVP-Kandidaten Petra Simmen und Alois Arnold.

Der Sozialdemokrat Dimitri Moretti will den einzigen noch verbleibenden SP-Regierungssitz in der Zentralschweiz retten. Er tritt darum am 10. April erneut an, wie das Wahlbündnis aus SP, Grünen, Juso und Gewerkschaftsbund Uri am Dienstag mitteilte.

Über Stammwählerschaft hinaus mobilisiert

Der 43-jährige Erstfelder Landrat Moretti habe im ersten Wahlgang ein gutes Resultat erzielt und mit fast 40 Prozent Wähleranteil weit über die linke Stammwählerschaft hinaus mobilisieren können, heisst es in der Mitteilung. Das Volk habe gezeigt, dass es neben den bürgerlichen Kräften weiterhin eine linke Kraft in der Regierung wolle.

Auch die SVP tritt mit Fraktionspräsidentin Petra Simmen nochmals an, wie Martin Huser, Präsident der SVP-Wahlkommission, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte. Der zweite SVP-Kandidat Alois Arnold zieht sich als Letztplatzierter vom Sonntag zurück. Mit Blick auf die Wählerstärke und die Konkordanz habe die SVP Anrecht auf einen Sitz in der Urner Regierung, sagte Huser.

Die CVP, die bereits drei Regierungsratssitze inne hält, will nicht mehr antreten. Die Parteileitung sprach sich dafür aus, beim zweiten Wahlgang weder mit einem eigenen Kandidaten anzutreten noch eine Wahlempfehlung für einen anderen Kandidaten abzugeben, sagte Parteipräsidentin Christine Widmer Baumann auf Anfrage. Der CVP liege die Konkordanz am Herzen.

Die FDP entscheidet laut ihrem Parteipräsidenten am Dienstagabend über das Vorgehen für den zweiten Wahlgang.

sda/rem


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