Gisler verlangt grössere Radien bei Kreiseln

PARLAMENTARISCHE EMPFEHLUNG ⋅ Der Schattdorfer SVP-Landrat Hans Gisler will, dass sich die Regierung mit Transportunternehmern und Planern trifft. Gestützt darauf sollen Massnahmen getroffen werden.
20. April 2017, 08:52

Hans Gisler (SVP, Schattdorf) macht sich mit einer gestern im Landrat eingereichten Parlamentarischen Empfehlung für LKW-Fahrer und Car-Chauffeure stark. «Der Kreisverkehr ist ein gutes Mittel für den Verkehrsfluss, aber ein sehr leidiges Thema im Kanton Uri für LKW-Fahrer und Car-Chauffeure», stellte Gisler fest. Bemängelt würden insbesondere die viel zu engen Radien der Urner Kreisel.

Gisler fordert, dass Kreisel so gestaltet werden, dass sie auch für Sattelmotorfahrzeuge, Anhängerzüge oder Tiefgängerfahrzeuge passierbar sind. «Wenn ich an den neu erstellten Kreisel im Rynächt denke, wäre angesichts des vorhandenen Platzes sicherlich ein grösserer Radius angebracht gewesen», so Gisler. Der innere Streifen sei schon schwarz von Pneuspuren. Das zeige ganz klar auf, dass der Kreisel zu eng angelegt worden sei.

Gisler sieht die Gefahr, dass ein Fahrzeug kippt

Beim Kreisel Aschoren in Flüelen wie beim Kreisel Rynächt müsste der innere Streifen flacher angelegt werden, damit sich beim Auffahren von Anhänger- oder Aufliegerfahrzeugen die Ladung nicht verschiebe. Im Extremfall bestehe sogar die Gefahr, dass ein Fahrzeug kippe. Kandelaber oder erhöhte Fahrspurinseln im Bereich der Ein- und Ausfahrten des Kreisels seien zu vermeiden.

Hans Gisler betont, dass man die Kreiselfahrt eines ÖV-Busses oder eines dreiachsigen Reisecars beachten müsse. Diese Fahrzeuge hätten einen sehr nie­drigen Boden. «Es besteht ein grosses Risiko, dass Schaden entsteht.» Und noch ein anderes Sicherheitsrisiko macht Gisler aus: den Hochstamm-Baum mitten im offenen Gelände. Er gibt zu bedenken, dass in Uri der Föhn mit über 100 Stundenkilometern bläst. «Es werden auch ÖV-Busse im Kreisel verkehren. Wo ist hier die Sicherheit für die Fahrgäste?»

Für Gisler sind das verfehlte Ziele beim Kreiselbau. Es könne nicht sein, dass sich da jemand ein Denkmal setzen wolle. Das sei eine Verschwendung von Steuergeldern.

Bestehende Engpässe beseitigen

Hans Gisler empfiehlt in seinem Vorstoss dem Regierungsrat, sich vor Ort ein Bild von der Problematik zu machen. Er soll gemeinsam mit Transportunternehmern und Personen von Planungs- und Ausführungsbüros sich über den Kreiselbau unterhalten. Der Regierungsrat solle gestützt darauf, wo es nötig erscheint, Massnahmen treffen und bestehende Engpässe beseitigen.

Markus Zwyssig

markus.zwyssig@urnerzeitung.ch


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