Gotthard auf Kurs – Verspätung beim Ceneri

URI / TESSIN ⋅ Das Jahrhundertbahnprojekt NEAT ist laut parlamentarischer Oberaufsicht weiter auf Kurs. Vor allem beim Gotthard-Basistunnel haben die Risiken abgenommen. Mit einer Verspätung kämpfen die Verantwortlichen beim Bau des Ceneri- Basistunnels.

30. April 2013, 18:02

Der Ceneri-Basistunnel im Tessin soll im Dezember 2019 in Betrieb genommen werden. Allerdings ist diese Prognose mit Unsicherheit behaftet, da die Bohrarbeiten in Richtung Norden mittlerweile ein halbes Jahr im Rückstand sind, wie die NEAT-Aufsichtsdelegation (NAD) in ihrem Bericht 2012 festhält, der am Dienstag publik wurde.

Durch den Einbau der Verkleidung gleichzeitig mit dem Vortrieb will die AlpTransit Gotthard (ATG) den Rückstand aufholen. Möglich sind auch weitere Anpassungen zum Aufholen beim Einbau der Bahntechnik. Die NAD will diese Massnahmen eng begleiten und vor allem darauf achten, dass der Nutzen und die Kosten in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

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Am 1. Juni 2016 wird der Gotthard-Basistunnels eröffnet. Die Online-Redaktion blickt zurück und lässt den Bau des 57 Kilometer langen Tunnels Revue passieren.

NAD mahnt zu Vorsicht

Skeptisch zeigt sich die NAD weiterhin zu den Ausbauten in Italien und Deutschland. Erst die Erweiterung dieser Strecken wird die NEAT voll funktionsfähig machen, was nach Planung spätestens 2025 der Fall sein soll. Für die geplante Mitfinanzierung italienischer Projekte mahnt die NAD zur Vorsicht und «Sensibilität».

Für den Gotthardbasistunnel gehen die Verantwortlichen nach wie vor von einer Inbetriebnahme im Dezember 2016 aus. Der definitive Entscheid dazu soll die SBB im vierten Quartal 2014 fällen. Das Risiko einer Verspätung ist laut NAD geringer geworden.

Weitere Verteuerung nicht ausgeschlossen

Die gesamte NEAT dürfte nach heutigem Preisstand rund 24 Milliarden Franken kosten. Dies sei aber lediglich eine Schätzung, hält die NAD fest. Möglich sei auch eine weitere Verteuerung.

Allerdings macht die Delegation derzeit eher eine Trendwende bei den Kostenprognosen aus: Weil die Risiken namentlich beim Gotthard- Basistunnel abgenommen haben, hätten sich die Kostenprognosen 2012 um 72 Millionen Franken reduziert.

Die Aufsicht über das NEAT-Projekt liegt primär in den Händen des Bundesrats. Die zwölfköpfige Aufsichtsdelegation mit Mitgliedern aus National- und Ständerat überprüft, ob und wie die Regierung ihre Aufsichtsfunktion wahrnimmt. Sie gibt Empfehlungen ab.

sda


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