Ja zu fixen Verwaltungsratssitzen bei der Uri Tourismus AG

SEELISBERG ⋅ An der 4. GV der Uri Tourismus AG konnte Felix Muheim von einem spannenden Jahr berichten. Michel Henry übernimmt ab Juli von Martina Stadler die operative Geschäftsführung.
13. April 2017, 08:00

Christoph Näpflin

redaktion@urnerzeitung.ch

 

Felix Muheim, Präsident der Uri Tourismus AG, konnte an der GV vom Dienstagabend, 11. April, im Hotel Bellevue in Seelisberg über 100 Aktionäre und am Tourismus interessierte Gäste begrüssen. «Der Kanton Uri hat den Gästen sehr viel an Natur, Kultur und Einmaligkeit zu bieten», sagte Muheim. «Die Uri Tourismus AG muss dieses Potenzial mit allen Partnern zusammen für die Besucher erlebbar machen», fasste er die Kernaufgaben der Uri Tourismus AG zusammen. «Wir alle müssen herausfinden, was unsere Gäste wünschen, und dann alles daransetzen, diese Wünsche auch zu erfüllen. Uri verdient es, dass wir uns für Uri einsetzen.»

An der GV wurden alle traktandierten Geschäfte opposi­tions­los durchgewunken. Der Antrag der Gemeinden Altdorf, Flüelen und Seelisberg auf eine Statutenänderung, welche ihnen einen fes­ten Sitz im Verwaltungsrat sichert, wurde grossmehrheitlich genehmigt.

Hinter Schweizer Gästen folgen die Chinesen

Nach wie vor machen die Schweizer einen Grossteil der Gäste in Uri aus. An zweiter Stelle bei den Übernachtungszahlen im Urner Unterland folgen Gäste aus China, welche die deutschen Gäste zahlenmässig überholt haben. Diese drei Gästegruppen machen fast 70 Prozent aller Gäste im Urner Unterland aus. Gross wie noch nie waren die Informationsbedürfnisse der Gäste. In den Informationsstellen Altdorf, Erstfeld und Seelisberg wurden 45000 Gäste betreut und 80000 Anfragen bearbeitet. Immer mehr benützt wird der Rundumservice für Gruppen. «Hier übernimmt die Uri Tourismus AG die Organisation und Umsetzung vom ganzen Programm von der An- bis zur Abreise», erklärte die abtretende Chefin Martina Stadler das Geschäftsmodell.

Basistunnel, Gigathlon und Tellspiele im Zentrum

Die drei Grossevents Eröffnung des Gotthard-Basistunnels, Tellspiele und Gigathlon haben bei der täglichen Arbeit im Jahr 2016 eine grosse Rolle gespielt. Auch das von der Uri Tourismus AG geführte Ticketcenter Uri war sehr erfolgreich. Beim Kernprojekt «Tatort Tell» vom vergangenen Sommer begaben sich über 1000 Personen auf Spurensuche im Urner Unterland. Neben einer willkommenen internationalen Präsenz mit den drei Grossanlässen interessierten sich zahlreiche Medienschaffende aus dem In- und Ausland für die Angebote und Produkte der Ferienregion Uri. Unter «Uri – die Seele der Schweiz» vermarktet die Uri Tourismus AG zusammen mit ihren regionalen Partnern die verschiedenen Angebote und Dienstleistungen an zahlreichen Anlässen und Ferienmessen im In- und Ausland. «Das weltbekannte Fachmagazin ‹National Geographic› kürte die Ferienregion Uri zu einer der 21 schönsten Traumdestinationen der ganzen Welt», erklärte Martina Stadler voller Stolz.

Gesundes Eigenkapital und bedeutend mehr Ertrag

Die Uri Tourismus AG baut auf einer guten finanziellen Basis. Im vierten operativen Geschäftsjahr konnte der Ertrag um 17 Prozent auf fast 1,8 Millionen Franken gesteigert werden. Das Eigenkapital beläuft sich nun auf 370000 Franken. Zehn Mitarbeiterinnen und ein Mitarbeiter teilten sich im Geschäftsjahr 2016 die 920 Stellenprozente. Im laufenden Jahr steht der Gotthard im Fokus der Aktivitäten der Uri Tourismus AG, so mit Führungen zum Besuch des Basistunnels sowie mit Fahrten von alten Zugskompositionen. Das Budget 2017 sieht Einnahmen von über 2,2 Millionen Franken vor.

Auf Wiedersehen und herzlich willkommen

An der GV hatte Geschäftsführerin Martina Stadler ihren letzten offiziellen Auftritt. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge übergab sie die operative Leitung an Michel Henry, der ab Juli die Geschicke der Uri Tourismus AG leiten wird. «Ich werde sicher wieder als Gast nach Uri kommen, viele schöne Erinnerungen an Uri begleiten mich an den neuen Arbeitsplatz im Engadin», verabschiedete sie sich nach drei Jahren als Geschäftsführerin. Ihr Nachfolger Michel Henry will auf dem Erfolg aufbauen. «Ich teile die Sehnsucht vieler Städter, in die herrliche Bergwelt nach Uri zu kommen. Es gibt nichts Schweizerischeres als die Anfahrt nach Uri», freut sich der neue Geschäftsführer auf seine Aufgabe ab Sommer 2017.


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