Neubau des Urner Kantonsspitals kostet rund 115 Millionen Franken

GESUNDHEIT ⋅ Der Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri kommt teurer als bisher angenommen. Nach Abschluss des Vorprojekts beantragen die Verantwortlichen einen Baukredit von 115 Millionen Franken. Das sind sieben Millionen mehr als in Vorstudien Anfang Jahr.

06. Dezember 2016, 10:20

Die zusätzlichen Kosten begründet die Urner Regierung in einer Mitteilung vom Dienstag mit baulichen Anpassungen für einen langfristig einfacheren und günstigeren Betrieb. Mit baulichen Eingriffen könnten personalintensive Abläufe vereinfacht werden. Das Personal des Spitals war in die Detailplanung miteinbezogen.

Der Um- und Neubau des Spitals von 1963 ist das bisher grösste Hochbauprojekt des Kantons Uri. Der Steuerungssausschuss beantragt beim Regierungsrat einen Baukredit von 115 Millionen Franken. Hinzu kommen in den nächsten Jahren gebundene Ausgaben für den baulichen Unterhalt auf dem Areal von 9 Millionen Franken.

Die Baukosten werden dem Kanton vom Spital über 40 Jahre lang mit einer Nutzungsgebühr von mindestens vier Millionen Franken jährlich abgegolten. Aktuell beträgt die Gebühr für die bestehenden Bauten rund 2,5 Millionen Franken.

Der Landrat soll im Frühling 2017 über das Bauprojekt entscheiden. Die Volksabstimmung ist für September geplant. Die Bauarbeiten starten frühestens 2019. Bis 2024 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Geplant ist ein vierstöckiger Neubau anstelle des alten Bettentrakts und eines Verbindungsbaus. Ein weiterer Trakt von 1997 soll renoviert werden. Das neue Spital soll drei Operationssäle, zwei Pflegestationen mit 80 Betten, eine Frauenklinik mit Geburtsabteilung sowie ein Ambulatorium mit Fachärzten verschiedener Disziplinen.

Das Urner Stimmvolk hatte im September 2014 einen Kredit von drei Millionen Franken für die weitere Planung des Spitals mit 86 Prozent Ja-Stimmen genehmigt. Im Januar 2016 wurde das Siegerprojekt des Generalplanerwettbewerbs vorgestellt. Dabei setzte sich das Züricher Architektenteam aus dem Büro Darlington Meier mit der GMS Partner AG gegen fünf Mitbewerber durch. (sda)


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