Neues Konzept soll Einstieg erleichtern

KANTON URI ⋅ Am BWZ Uri wird ein integratives Brückenangebot geführt. Ende April wird das Projekt allen Kandidaten und sonstigen Interessierten vorgestellt.

18. März 2017, 10:09

Ab dem Schuljahr 2017/18 wird das Berufs- und Weiterbildungszentrum (BWZ) Uri neu ein integratives Brückenangebot (IBA) für spät eingereiste Jugendliche und junge Erwachsene (anerkannte und vorläufig aufgenommene Flüchtlinge, vorläufig aufgenommene Personen, Bürger aus dem EU-/Efta-Raum und aus Drittstaaten). Es richtet sich an Personen im Alter von 16 bis 25 Jahren. Am 27. April findet am BWZ Uri eine Informationsveranstaltung für Kandidaten sowie interessierte Personen statt.

Die Gruppe der zugewanderten Personen im Alter zwischen 16 und 25 Jahren ist gross. Sie kann in der Schweiz aufgrund des Alters nicht in den Unterricht auf der Volksschulstufe einsteigen.

Kompetenzen müssen erarbeitet werden

Da davon auszugehen ist, dass diese Personen länger – allenfalls sogar während ihres ganzen restlichen Lebens – in der Schweiz bleiben, soll von ihnen ein Abschluss auf Sekundarstufe II gefordert werden. Ein solcher, zum Beispiel in Form eines erfolgreichen Lehrabschlusses, bedingt gewisse Voraussetzungen, vor allem in Bezug auf Kompetenzen in Deutsch, Mathematik, Informations- und Kommunikationstechnologie ICT und Kompetenzen für die Bewältigung des Schweizer Alltags. Eine entsprechende Vorbereitung auf den Einstieg in die berufliche Grundbildung ist deshalb unumgänglich. Diese Vorbereitung soll mittels eines neuen, speziell auf die Zielgruppe hin konzipierten Brückenangebots ermöglicht werden.

Das BWZ Uri führt bis heute zwei Arten von Brückenangeboten: Fokus Unterricht (SBA) und Fokus Praktikum (KBA). Die beiden Angebote richten sich an Schülerinnen und Schüler im Übergang zwischen der obligatorischen Schulzeit und der beruflichen Grundbildung.

Vielen spät zugewanderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist es aufgrund ihres zu geringen Bildungsstands und der Fremdsprachigkeit nicht möglich, in eines dieser bestehenden Brückenangebote einzusteigen. Die Anzahl von bildungsungewohnten Personen mit wenig Schulbildung ist bei dieser Zielgruppe hoch. Viele hätten das Potenzial, bei entsprechender Förderung den Einstieg in eine Berufsbildung zu finden. Das neue Brückenangebot Fokus Integration (IBA) holt diese Zielgruppe ab, und zwar mit dem Ziel, sie an die Berufsbildung heranzuführen. (red)


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