Protest gegen Entlassung des Urner Pfarrers

VERBAND ⋅ Kritik an zwei Personalentscheiden in der Katholischen Kirche: Die Allianz «Es reicht!», der ein gutes Dutzend katholische Verbände angehören, protestiert gegen die Versetzung eines Urner Pfarrers und die Entlassung des Sprechers der Schweizer Bischofskonferenz (SBK).

09. Februar 2015, 17:44

In Bürglen muss der katholische Pfarrer auf Geheiss des Bistums Chur den Dienst quittieren, weil er ein lesbisches Paar gesegnet hat. Ein Seelsorger, der sich gegen Diskriminierung und Stigmatisierung durch die Kirche ausgesprochen habe, werde strafversetzt, schrieb die Allianz dazu.

Sie will in aller Form protestieren gegen strukturelle und pastorale Entscheide, die Menschen nur deshalb ausgrenzen, weil ihre Meinung von den Vorstellungen eines Lehramtes abweicht, wie sie festhielt.

Mit SBK-Sprecher Simon Spengler sei nicht einfach ein Sprecher, sondern auch ein profilierter Denker und Theologe entlassen worden, schrieb die Allianz in einer Mitteilung vom Montag. Spengler habe wichtige und auch unliebsame Fragen gestellt. Die SBK begründete den Schritt mit einer Neuregelung der Aufgabenbereiche.

Protestieren will die Allianz auch gegen Verantwortungsträger innerhalb der Kirche, die zu den Vorfällen schwiegen und damit die «beschämenden Entscheide mittragen» würden. Am Wochenende wurde bekannt, dass im Zusammenhang mit der Kündigung des SBK-Sprechers zwei Mitglieder der SBK-Medienkommission zurücktreten wollen.

Auf Twitter unterstützten zahlreiche User Pfarrer Wendelin Bucheli.


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