Radballer Dominik Planzer beendet Karriere mit Feier

ALTDORF ⋅ Mit dem Weltcupfinal in Deutschland schloss Radballer Dominik Planzer seine einzigartige Karriere am Samstag ab. Am Sonntag wurde der Ausnahmekönner in der Halle von Radsport Altdorf von seinen Fans mit einem riesigen Fest verabschiedet.
04. Dezember 2017, 05:00

Zwar war es kein weiterer Sieg, doch mit dem vierten Schlussrang beim Weltcupfinal in Willich, Deutschland, gelang dem Team von Radsport Altdorf nochmals ein ausgezeichnetes Resultat. Danach war für den 34-jährigen Dominik Planzer definitiv Schluss. Nach unzähligen Meisterschaftsmedaillen und dem Weltmeistertitel im Jahr 2012 beendet er eine einzigartige Karriere. In der neuen Halle von Radsport Altdorf feierten die Fans ihren «Plänz» ausgiebig.

«Ich danke dir für die vielen Stunden, die wir mit dir geniessen, freuen, mitfiebern und feiern konnten», sagte Paul Looser, Leiter Hallenradsport zu Planzer. «Für Radsport Altdorf waren du und dein Mitspieler Roman Schneider immer ein grosses Vorbild. Deshalb haben wir so viele junge Nachwuchssportler in unseren Reihen.»

Fans und Fahne bleiben für ihn unvergesslich

Planzer absolvierte in den vergangenen 25 Jahren rund 1250 Spiele – und gewann viele davon. Im Duo mit Schneider trug er den Namen Altdorf in die weite Welt hinaus. Planzer sprach seinen grossen Dank gegenüber seiner Familie, den sportlichen Leitern und den unzähligen Fans aus: «Zum Abschluss meiner Karriere bleiben mir viele positive Erinnerungen an sportliche Erfolge, aber auch an die vielen schönen Stunden mit meinen Freunden in Erinnerung.» Einen bleibenden Eindruck hinterliessen bei ihm die weit über hundert Fans, die in Gelb-Schwarz gekleidet das Duo auch auswärts begleiteten, wobei die hundert Quadratmeter grosse Urner Fahne nie fehlte.

«Nimm jetzä dä schwäär Göppel und hänk nä a Nagel», sagte Looser und meinte dies nicht nur sprichwörtlich: Unter tosendem Applaus der Fans, von denen einige auch Tränen in den Augen hatten, platzierte Planzer sein Velo an einem Nagel in der Halle. Planzers Vater Stefan dankte seinem Sohn, dass er die vielen Jahre unzählige Male mitfiebern konnte und einen speziellen Dank sprach er auch gegenüber Roman Schneider aus, der das Radsportgeschehen auf der ganzen Welt an der Seite von Dominik Planzer mitprägte. Vertreter aus Sportkreisen und Politik unterliessen es nicht, persönliche Worte an Dominik Planzer zu richten, ihm für seine zahlreichen Erfolge zu gratulieren und ihm ein Präsent zu überreichen. Thomas Marty, Leiter Jugend, sprach für alle, als er zum Abschluss sagte: «Dominik, wir werden dich vermissen!»

 

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch


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