Sawiris: Pläne für Jugendherberge

ANDERMATT ⋅ Der ägyptische Unternehmer baut im Urner Ferienort Villen und Luxushotels. Ansprechen will er aber nicht nur Reiche. Die Jugendherbergen wittern ihre Chance.
24. August 2013, 22:00

Samih Sawiris strebt eine weitere Öffnung seines Ferienresorts in Andermatt an. «Andermatt soll für alle attraktiv sein», sagt der ägyptische Unternehmer. Konkret soll ein Angebot für jene geschaffen werden, die nicht über ein dickes Portemonnaie verfügen. Wie Recherchen der «Zentralschweiz am Sonntag» ergeben, führt Sawiris'Gesellschaft Andermatt Swiss Alps Gespräche mit den Schweizer Jugendherbergen. «Unser Ziel war schon immer, im Umfeld des Ferienresorts eine Jugendherberge zu betreiben. Jetzt sehen wir unsere Chance gekommen», bestätigt Jugendherbergen-CEO Fredi Gmür.

  • 03.10.2014: Am Freitag ist mit dem Bau des Apartmenthauses Biber begonnen worden. Es ist dies das vierte Apartementhaus im Tourismusresort der Andermatt Swiss Alps AG des ägyptischen Investors Samih Sawiris. (© Keystone)
  • Nachdem die Baubewilligung Anfang September vorlag begann der Generalunternehmer, die Strüby Holzbau AG von Seewen, unmittelbar mit den Vorbereitungsarbeiten, welche jetzt mit dem Baustart in die intensivste Phase übergeleitet wurden. (© Keystone)
  • Hier entsteht das Haus Biber (© Keystone)

Der ägyptische Unternehmer Samih Sawiris baut in Andermatt «die grösste Feriendestination im Alpenraum». Am 3. Oktober war Spatenstich für das Apartmenthaus «Biber».

Die Gespräche befinden sich noch im Anfangsstadium, aber die Zuversicht auf beiden Seiten ist bereits sehr gross. So sagt auch Samih Sawiris: «Wir würden dies sehr begrüssen. Eine Jugendherberge wäre eine sinnvolle Ergänzung. Sie bringen eine Zielgruppe nach Andermatt, die wir mit unseren Hotels nicht ansprechen. Ich gehe deshalb davon aus, dass es klappen könnte», sagt er im Gespräch mit der «Zentralschweiz am Sonntag». Seine Gesellschaft sei bereit, die Jugendherbergen zu unterstützen, wenn dies möglich sei.

Fredi Gmür von den Schweizer Jugendherbergen schätzt, dass es für einen profitablen Betrieb 200 bis 250 Betten notwendig sind. Geprüft wird zudem auch der Betrieb eines eigenen Restaurants.

Klarheit soll nun eine Detailanalyse bringen. Laut Gmür wird der definitive Entscheid über ein Engagement in Andermatt in den nächsten sechs Monaten fallen.

 


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