Schlechtes Jahr für die Seilbahn

EGGBERGE ⋅ Im vergangenen Jahr wurde die Luftseilbahn Flüelen–Eggberge schlecht frequentiert. So lag denn auch der Betriebsertrag rund 6 Prozent tiefer als im Vorjahr. Trotzdem kann ein Jahresgewinn ausgewiesen werden.
21. April 2017, 05:00

12016-mal ist die Luftseilbahn Flüelen–Eggberge im vergangenen Jahr gefahren. Das sind 1553 Fahrten mehr als im Vorjahr. Trotzdem lagen die Personenfrequenzen mit 73906 Personen deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 77916 Personen und 4061 unter dem Budget von 78507 Personen.

Vor allem in den Frühlingsmonaten lagen die Frequenzen deutlich unter jenen des Vorjahres. So wurden im Februar 2016 fast 28 Prozent weniger Personen befördert als im Vorjahresmonat, im Mai waren es gar 31 Prozent weniger. Diese schlechten Zahlen konnten über den Rest des Jahres nicht mehr aufgeholt werden. Auch mit dem Föhn hatte die Luftseilbahn Flüelen–Eggberge im vergangenen Jahr erneut zu kämpfen. 441 theoretisch mögliche Fahrten sind gemäss Jahresbericht wegen des starkes Südwindes ausgefallen, an drei Tagen fiel der Betrieb wegen des Föhns gar ganz aus.

Auch Extrafahrten ausserhalb des Fahrplans zwischen 20 beziehungsweise 21 und 2 Uhr wurden im vergangenen Jahr weniger in Anspruch genommen: Mit insgesamt 116 Extrafahrten (Vorjahr: 173) wurden 331 Personen (653) befördert.

Jahresgewinn dank stabilen Nebenerträgen

Die schlechteren Zahlen schlagen sich denn auch auf den Betriebsertrag aus Personen- und Güterverkehr nieder, der mit 475493 Franken rund 6 Prozent unter dem Vorjahreswert liegt. «Damit sprechen wir von einem eher schlechten Jahr», hält der Verwaltungsrat im Geschäftsbericht der Luftseilbahn Flüelen–Eggberge AG fest. Dank tieferer Abschreibungen und Rückstellungen und dank des stabilen Nebenertrags durch die Parkplatzbewirtschaftung und die Werbeeinnahmen an der Talstation von rund 80000 Franken resultiert am Ende trotzdem ein Jahresgewinn von 7738 Franken. Der Verwaltungsrat beantragt, den Jahresgewinn dem bereits bestehenden Gewinnvortrag von 4075 Franken zuzuweisen, wovon 5000 Franken in den Reservefonds eingelegt werden sollen. Der neue Gewinnvortrag würde demnach mit 6814 Franken ausgewiesen.

Der Jahresbericht und die Rechnung werden morgen Samstag, 22. April, 10.30 Uhr, im Hotel Höfli in Altdorf den Aktionären anlässlich der ordentlichen Generalversammlung der Luftseilbahn Flüelen–Eggberge AG vorgelegt. Daneben befindet die Versammlung auch über die Wiederwahl des Verwaltungsrats mit Präsident Felix Muheim, Erhard Saurer, Jost Herger, Josef Marty und Urs Zurfluh für weitere drei Jahre.

 

Carmen Epp

carmen.epp@urnerzeitung.ch
 

Hauptrevision wegen Schneefalls verschoben

Eigentlich hätte am 24. April die Hauptrevision der Seilbahn beginnen sollen. Während drei Wochen hätten in einer durchgehenden Betriebspause die Tragseile verschoben und das Gehänge, die Laufwerke sowie die Kabinen revidiert werden sollen. Nun aber macht das Wetter den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung, wie es auf der Website der Luftseilbahn heisst. Die Schneefälle der letzten Tage hätten dazu geführt, dass die Strasse auf die Eggberge nicht befahrbar sei. Um die Bewohner nicht völlig vom Tal abzuschneiden, werde die Revision bis auf weiteres verschoben und die Arbeiten erst aufgenommen, wenn die Strasse wieder gefahrlos befahrbar ist. Spätester Revisionsbeginn ist allerdings der 1. Mai. Ist dieser Termin nicht möglich, muss die Revision auf den Herbst verschoben und neu geplant werden. (eca)


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