«Sie sind gut integriert und echte Porrianer»

15. April 2017, 08:35

Übernahme Die JB Bau AG mit Sitz in Flüelen musste im Feb­ruar 2016 die Nachlassstundung beantragen. Der grösste Teil der 35 Mitarbeiter sowie der Kaderleute konnte per 1. März zur Porr ­Suisse AG wechseln. Die JB Bau AG übergab auch in Verhandlung stehende Werkverträge für mehrere Bauvorhaben an die von Robert Fortunati geleitete Altdorfer ­Niederlassung der Porr Suisse.

Nach gut einem Jahr ziehen Robert Fortunati und der ehemalige JB-Bau-Co-Chef und -Aktionär Christoph Poletti ein äusserst positives Fazit: «Die vielerorts geäusserten Befürchtungen, die JB-Bau-Mitarbeiter müssten sich spätestens im Herbst 2016 respektive nach Vollendung der wichtigsten JB-Grossaufträge nach einem neuen Arbeitgeber umsehen, waren völlig unbegründet», sagt Fortunati. «Sie sind gut integriert und echte Porrianer.» Und Poletti ergänzt: «Wir haben unseren Mitarbeitern mit dem Wechsel zu Porr positivere Zukunftsperspektiven in Aussicht gestellt. Das konnten wir erfüllen, denn wer effektiv wechseln und bei Porr bleiben wollte, der ist auch heute noch in diesem Unternehmen tätig.»

Wechsel ohne Probleme vollzogen

Fortunati und Poletti sind zudem überzeugt, dass auch die Geschäftsphilosophien der beiden grössenmässig doch sehr unterschiedlichen Unternehmen kein Problem dargestellt haben. «Die Leute an der Front haben den Wechsel vom mittelgrossen JB-Bau-Betrieb zur Porr Suisse respektive zum Porr-Konzern ohne Probleme vollzogen», ist For­tunati überzeugt. Dabei dürfte sich positiv ausgewirkt haben, dass sich die beiden Firmen schon vor 2016 gegenseitig mit Mitarbeitern ausgeholfen haben.

Keine Konkurrenz für die Kleinen

Die Porr Suisse mit Sitz in Altdorf hat sich in Bereichen wie Brückenbau, Seilarbeiten im steilen Gelände oder Felssicherungen und im allgemeinen Tiefbau schweizweit einen Namen gemacht. Mit der Übernahme des JB-Bau-Personals wurde unter anderem auch das erklärte Ziel verfolgt, sich vermehrt im Hochbau-Kundenmaurersektor zu etablieren. «Dabei sahen respektive sehen wir uns keinesfalls als Konkurrenz für Urner Ein- oder Zweimann-Betriebe», betont Fortu­nati. «Wir wollen mit den erfahrenen JB-Mitarbeitern viel mehr im Bereich von grösseren Um- und Anbauten Fuss fassen.»

Verantwortliche sind zuversichtlich

Und auch mit langfristigem Blick in die Zukunft gibt man sich bei Porr zuversichtlich. Dies hat nicht zuletzt mit den Grossaufträgen in Uri zu tun. Im Hochbaubereich sind dies etwa der Um- und Neubau des Kantonsspitals Uri, das Projekt Kantonsbahnhof Altdorf und der Bahnhof Andermatt, im Tief- und Tunnelbau die West-Ost-Verbindung und der A2-Halbanschluss Altdorf, die Unterhaltsarbeiten an der A2-Rampe Amsteg–Göschenen, die Umfahrung Sisikon und die zweite Röhre am Gotthard, um nur die wichtigsten zu nennen. (bar)

 


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