Nachgefragt

Stau durch Unfall verschoben

15. April 2017, 12:19

Oliver Schürch, wie hat sich der Stau in den vergangenen Tagen entwickelt?

Seit Mittwoch hat er sich kontinuierlich aufgebaut. Am Donnerstagnachmittag kam es zu einem Verkehrsunfall im Seelisbergtunnel, worauf wir diesen für 2 Stunden und 40 Minuten sperren mussten. Der Stau vor dem Gotthard löste sich dadurch beinahe auf. Als der Seelisberg wieder befahrbar war, gab es umso mehr Stau: In der Nacht auf Karfreitag durchgehend, maximal 11 Kilometer und gestern Nachmittag sogar 14 Kilometer. (Der sich bis Redaktionsschluss nicht auflöste, Anm. d. Red.)

Haben die Zusatzzüge der SBB eine Entlastung bewirkt?

Nein. Unsere ersten Erhebungen haben ergeben, dass so viel Fahrzeuge wie schon lange nicht mehr unterwegs waren.

Kennen Sie den Grund dafür?

Fürs Wochenende wurde im Süden gutes Wetter vorausgesagt. Und der Schweizer vertraut in der aktuellen weltpolitischen Lage eher auf sein Auto.

Einige Autos sind auf die Kantonsstrasse ausgewichen.

Es kam auf der Kantonsstrasse zu Verkehrsbehinderungen. Wir sind jedoch auf der Kantonsstrasse immer durchgekommen, aber vor Intschi gibt es eine Baustelle. Durch das Rotlicht gab es immer wieder kürzere Staus. Auch beim Kreisel Göschenen kommt es zu regelmässigen Rückstaus.

Das Regime, dass Urner zur vollen Stunde in Göschenen auf die A2 fahren dürfen, wurde angepasst.

Nach dem Tessiner Vorbild ist die Einfahrt Göschenen neu zur vollen Stunde für jedermann während 10 Minuten geöffnet. Wer vor der vollen Stunde dort ist, wird weggewiesen. Der Warteraum steht nicht mehr zur Verfügung. Der Urner Vorteil war nicht rechtmässig. (zf)


Leserkommentare

Anzeige: