Steinbänke sind gefragte Ware

KANTON URI ⋅ Der Verein Sprungbrett fertigt seit drei Jahren Steinbänke. Diese erfreuen sich grosser Beliebtheit. Die Kunden arbeiten manchmal gar selbst daran mit.

07. Oktober 2016, 06:30

In den vergangenen drei Jahren hat der Verein Sprungbrett in Zusammenarbeit mit Metallkünstler Stäni Arnold eine Steinbankkollektion geschaffen, die seit einigen Monaten immer öfters im Kanton Uri zu sehen ist.

So haben Mitarbeitende des des Vereins Sprungbrett an diversen Standorten im Kanton Uri, zum Beispiel in Bürglen, Andermatt, am Oberalppass oder auf den Eggbergen bereits mehrere Dutzend Bänke oder ganze Sitzgruppen platzieren können.

Diverse Teilschritte für Produktion nötig

Dave Knecht, Betriebsleiter von Sprungbrett, sagt: «Die Steinbankkollektion in Kombination mit Holz erfreut und begeistert allgemein. Man geniesst und schätzt eine Rastpause auf den ästhetischen und bequemen Sitzgelegenheiten.» Für die Herstellung der Steinstühle, Steinbänke und Tische sind diverse Teilschritte erforderlich, die alle durch Mitarbeitende des Vereins Sprungbretts ausgeführt werden können. Einzig das Verzinken muss extern erledigt werden. In der Metallbearbeitung werden die Gitter mit Hilfe von Schablonen nach Mass zugeschnitten und zu Körben verschweisst.

Kunden können selber Hand anlegen

Anschliessend werden die fertigen Körbe im Verzink-Werk verzinkt. In der Schreinerei wird das Lärchen- oder Douglasienholz zugeschnitten, gehobelt, gefast und gebohrt. Die Fertigelemente werden bis zum Verkauf im «Sprungbrett» gelagert. Auf Wunsch füllt der Verein Sprungbrett die Körbe mit Steinen wie beispielsweise Bahnschotter und montiert die Elemente beim Kunden vor Ort.

Kunden, die selber Hand anlegen wollen, haben die Möglichkeit, bei Sprungbrett die vorgefertigten Körbe und Holzelemente direkt ab Lager zu beziehen. Die Körbe können sie selber mit eigenen Steinen füllen und danach montieren. Dave Knecht: «Die Steinkorb-Produktion im Sprungbrett ermöglicht eine sinnvolle Arbeit und Abwechslung zum Alltag, die von den Teilnehmern gerne gemacht und auch geschätzt wird.» So könnten vier bis sechs Personen in den verschiedenen Arbeitsschritten eingesetzt werden. Je nach Fähigkeiten der mitarbeitenden Teilnehmer werde dann für das Lager genügend vorproduziert. «Allfällige Engpässe können so überbrückt werden», so Knecht.

Urban Camenzind, Volkswirtschaftsdirektor des Kantons Uri, und der Präsident des Vereins Sprungbrett, Edgar Walker, nahmen unlängst die Gelegenheit wahr, um in Erstfeld einen Augenschein bei einem Steinholzbänkli zu nehmen und sich vor Ort zu überzeugen, dass ein sinnvoller Beitrag zur arbeitsmarktlichen Integration geleistet wird. (red.)


Login


 

Leserkommentare

Anzeige: