FDP-Regierungsrat Josef Dittli soll in den Ständerat

WAHLEN 2015 - UR ⋅ Im Kanton Uri soll der FDP-Regierungsrat Josef Dittli im Herbst für den Ständerat und nicht wie angekündigt für den Nationalrat kandidieren. Der Wahlausschuss der Partei hat am Donnerstagabend in Attinghausen eine entsprechende Empfehlung beschlossen.

22. Januar 2015, 21:35

Offiziell nominiert werden soll Dittli an einem ausserordentlichen Parteitag im März, wie Parteipräsident Matthias Steinegger auf Anfrage sagte. Die Nomination des 57-Jährigen gilt als Formsache.

Dittli gehört dem Urner Regierungsrat seit 2004 an. Bis 2010 stand er der Sicherheitsdirektion vor, seither ist er Finanzdirektor.

Dittli hatte im November 2014 ursprünglich erklärt, die Nachfolge seiner Parteikollegin Gabi Huber im Nationalrat antreten zu wollen. Er hatte allerdings eine parteitaktische Kandidatur für den Ständerat nicht ausgeschlossen. Damals war der Rückzug von Ständerat Markus Stadler (GLP) noch nicht bekannt.

Stadler erklärte Anfang Januar 2015, nach fünf Jahren die kleine Kammer verlassen zu wollen. Der andere Urner Ständerat, Isidor Baumann (CVP), hatte bereits im September eine Kandidatur für eine zweite Amtszeit angekündigt.

In Uri wurden die beiden Ständeratssitze während Jahrzehnten von der CVP gehalten, der Nationalratssitz von der FDP. 2010 sprengte der zunächst Parteilose und spätere GLP-Politiker Markus Stadler mit dem Sprung in den Ständerat diese Routine.

Dittli habe sich letztlich persönlich für eine Ständeratskandidatur entschieden, sagte Parteipräsident Matthias Steinegger. Da die FDP Uri seit je Anspruch auf einen Sitz in den Eidgenössischen Räten in Bern habe, stehe der Wahlausschuss klar hinter diesem Entscheid, sagte Steinegger. (sda)


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