Urner Landratskommission gegen verschärfte Energievorschriften

ENERGIE ⋅ Im Kanton Uri sollen Neuinstallationen von Elektroheizungen nicht verboten werden. Die vorberatende Kommission beantragt dem Landrat, auf die von der Regierung vorgeschlagene Teilrevision des Energiegesetzes nicht einzutreten.

30. März 2016, 11:29

Wie die Standeskanzlei am Mittwoch mitteilte, beantragt die landrätliche Baukommission dem Kantonsparlament, an seiner Sitzung vom 7. März nicht auf die Vorlage einzutreten. Kommissionspräsident Vinzenz Arnold (SVP) begründete dies auf Anfrage damit, dass die Vorlage zu mehr Bürokratie führe und das Bauen verteuere. Sie mache keinen Sinn und sei eine Zwängerei.

Die Baukommission rechnet damit, dass sich die Energiepolitik des Bundes ändern könnte. Die politische Richtung habe sich seit den nationalen Wahlen geändert. Es sei nicht nötig, dass Uri eine Vorreiterrolle spiele. Besser sei es, abzuwarten und die Zeit spielen zu lassen, erklärte der Kommissionspräsident.

Der Urner Regierungsrat will das kantonale Energiegesetz den 2015 von den kantonalen Energiedirektoren revidierten Mustervorschriften anpassen. Das Ziel sind besser gedämmte Gebäude, der Ersatz von Elektroheizungen und der vermehrte Einsatz von Sonnenenergie zur Wärme- und Stromerzeugung.

Gemäss der regierungsrätlichen Vorlage sollen in Uri künftig in Altbauten keine neuen Elektroheizungen mehr eingebaut werden. Wegen heftiger Kritik in der Vernehmlassung aufgegeben hat die Regierung hingegen Pläne für eine Sanierungspflicht von Elektroheizungen und -Boilern. (sda)


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