Urner Regierung präsentiert Projekt für schlanke Kantonsgeschichte

KANTONSGESCHICHTE ⋅ Die geplante Urner Kantonsgeschichte wird abgespeckt. Der Regierungsrat hat am Dienstag ein Projekt vorgestellt, das vom Umfang her deutlich schlanker daherkommt und billiger ist als das ursprüngliche Vorhaben, das der Landrat vor einem Jahr zurückgewiesen hat.
21. März 2017, 10:20

Auf 1250 Seiten sollte ursprünglich die Urner Geschichte der letzten 8000 Jahre dargestellt werden. Das Parlament stand dem 2,9 Millionen Franken teuren Projekt aber kritisch gegenüber und wies den Kreditantrag an die Regierung zurück.

Der Regierungsrat stutzte darauf das Vorhaben. Wie dem Bericht an den Landrat zu entnehmen ist, soll nun nur noch die Geschichte seit 1798, also seit der Helvetischen Republik, dargestellt werden. Die Geschichte soll auf 500 Seiten Platz finden. Die Kosten wurden auf 1,6 Millionen Franken reduziert.

Der Kanton will die geplante Publikation mit 400'000 Franken aus dem Budget und mit 700'000 Franken aus dem Lotteriefonds unterstützen. Die restlichen Mittel sollen über Sponsoring und den Bücherverkauf finanziert werden.

Statt fünf gedruckte Bände soll die Kantonsgeschichte nur noch zwei Bände umfassen. Neu soll sie aber auch im Internet publiziert werden, wo sie mit Ton- und Bildmaterial aus dem Staatsarchiv verknüpft werden kann. Die Webplattform werde die Bücher nicht ersetzen, aber deren Inhalte für weitere Nutzerkreis öffnen, schreibt der Regierungsrat.

Das Werk soll von mehreren Autoren geschrieben werden. Es soll in Zusammenarbeit mit einer Universität erstellt werden. (sda)


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