Urner empfangen den Exotenfisch

ERSTFELD ⋅ In der Urner Fischzucht Basis 57 sind 8000 Pangasius-Fingerlinge eingesetzt worden. Die junge Firma startet damit eine neue Entwicklungsphase.

13. Oktober 2016, 05:00

Solches Wasser haben diese 8000 Fischlein noch nie durch ihre Kiemen gezogen. Gestern Mittwoch, 12. Oktober, hat die erste Fuhr Pangasius-Satzfische die Becken der Basis 57 in Erstfeld erreicht. In Zukunft werden die exotischen Fische, die normalerweise in Südostasien befischt und gezüchtet werden, von sauberem und warmem Urner Bergwasser aus dem Gotthard-Gebiet und dem Stollen des Neat-Basistunnels umgeben.

«Es freut uns sehr, diese Exoten nun gesund bei uns im Urnerland zu haben», sagt Stefan Baumann, Geschäftsführer der «Basis 57 nachhaltige Wassernutzung AG». «In den nächsten acht Monaten werden wir die Fingerlinge dieses beliebten Süsswasser-Speisefischs aufziehen, bis wir sie zum Verzehr an einen Schweizer Grossverteiler weiterverkaufen.»

Zander-Satzfischzucht sichert Qualität

Zeitgleich startet das Urner Unternehmen seine zweite Entwicklungsphase. In den nächsten ein bis zwei Jahren wird in Erstfeld an der geplanten Zander-Satzfischzucht gearbeitet und geforscht. Dieses wissenschaftlich ausgerichtete Zuchtprogramm wird wiederum von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften begleitet.

«Die hauseigene Zander-Satzfischzucht soll dereinst sicherstellen, dass Fingerlinge zeitgerecht und in ausreichender Menge und vor allem Qualität für die Fischzucht verfügbar sind», sagt Baumann.

Nach der erfolgreichen Kapitalerhöhung nehme das Projekt nun mit der Ankunft des Pangasius und der Lancierung der Zander-Satzfischzucht einen weiteren bedeutsamen Schritt, so der Geschäftsführer. (red.)

Hinweis

Die Fischzucht in Erstfeld wird mit Wasser aus dem Gotthard-Basistunnel gespiesen, das 14 bis 16 Grad Celsius warm ist. Bis 2018 soll sie zur grössten Schweizer Fischzucht heranwachsen.


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