Zwei Rücktritte angekündigt

KANTON URI ⋅ Der Verein Lehrerinnen und Lehrer Uri plant eine moderate Beitragserhöhung und Beibehaltung des abgestuften Beitragsmodells. Der Entscheid fällt im Herbst.
17. März 2017, 07:00

Georg Epp

redaktion@urnerzeitung.ch

An der 23. Delegiertenversammlung des Vereins Lehrerinnen und Lehrer Uri (LUR) vom 15. März in Altdorf stand eine Erhöhung des Vereinsbeitrags im Mittelpunkt. Weil der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) eine Erhöhung auf die nächste DV hin in Aussicht stellt und der LUR ähnliche finanzielle Probleme kennt, wollte Präsident Sepp Wipfli sondieren, ob auf die nächste DV vom 25. September 2017 eine Beitragserhöhung ins Auge gefasst werden kann und ob das bishe­rige Beitragsmodell, abgestuft nach Lektionen, beibehalten werden soll.

Nach kurzer Diskussion entschieden die Delegierten einstimmig, an der nächsten DV eine Beitragserhöhung ins Auge zu fassen und das bewährte Beitragsmodell beizubehalten, egal ob der Dachverband LCH die Beitragserhöhung realisiert oder nicht.

Mitgliederbestand ist angestiegen

Erfreuliches gab es von der Mitgliederfront zu berichten. Seit der vergangenen DV verzeichnete der LUR 21 Neueintritte, Austritte gab es nur deren 6. Damit ist der Mitgliederbestand auf 560 angestiegen. Dennoch will ­Wipfli weiterhin eifrig Mitgliederwerbung betreiben. «Es gibt immer noch Kollegen, die schon länger im Kanton Uri arbeiten, aber noch nicht unserem Verein beigetreten sind», so Wipfli.

Zu den schriftlich abgegebenen Berichterstattungen der verschiedenen Schulen, Kommissionen, Arbeitsgruppen, Organisationen LCH und ILCH gab es keine Wortmeldungen. Ohne Diskussionen genehmigte man auch das überarbeitete Positionspapier und das Arbeitsprogramm des LUR.

Präsident und Vertreter im Erziehungsrat gesucht

Sepp Wipfli kündigte an, das Präsidentenamt an der nächsten LUR-DV zur Verfügung zu stellen. Es wird nicht so einfach sein, einen Nachfolger zu finden. Aus der Versammlungsmitte nahm man den Vorschlag entgegen, das LUR-Präsidium wie eine Stelle im Schulblatt auszuschreiben, und zwar mit einem Kurzbeschrieb der Aufgaben und Arbeitspensum. So hofft man, an der nächsten DV eine Lösung präsentieren zu können. Gesucht wird auch eine neue LUR-Delegation im Erziehungsrat. Kari Schuler, der aktuelle Vertreter der Lehrerschaft, kündigte an, in Pension zu gehen, sodass an der DV vom 21. März 2018 ein Nachfolger bestimmt werden muss.

Die Grüsse der Bildungs- und Kulturdirektion überbrachte David Zurfluh. Er lobte die ehrliche und offene Zusammenarbeit mit dem LUR. Nicht immer könnten die Anliegen des LUR zu 100 Prozent sofort umgesetzt werden, oft treffe man sich in der Mitte zur Zufriedenheit beider Parteien. Er bedankte sich für das Engagement und die wertvolle Arbeit des Vereins.

Rechte der Lehrer als Thema eines Referats

Das Programm des 9. LUR-Anlasses hatte bereits am frühen Nachmittag begonnen. Eine Bläserklasse unter der Leitung von Madeleine Biaggi und Roman Blum begrüsste die Teilnehmer musikalisch.

Mit viel Humor warben anschliessend «Tell» Erich Herger und Josef Schuler für das Tell­museum Bürglen im neuen Gewand respektive für «Schule & Kultur 2017 – praktisch!».

Dann startete Peter Hofmann ein Referat zum Thema Schulrecht, Rechte und Pflichten der Lehrpersonen. Der Autor des neu­en Handbuches «Ihr Recht auf Recht» erläuterte anhand aktueller Fälle heikle Situationen im Lehrberuf. In einem Workshop wurden danach drei Fälle in Gruppenarbeit diskutiert.


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