Altdorf soll «Rosenberg»-Liegenschaft abtreten

ABSTIMMUNG ⋅ Das Altdorfer Alters- und Pflegeheim soll eine neue Organisationsstruktur erhalten. Die drei heutigen Besitzer, die Korporation sowie die Einwohner- und die Bürgergemeinde, müssen nun das Eigentum neu regeln.
14. September 2017, 05:00

Die Gemeinde Altdorf stimmt am 24. September über eine Abtretung der Liegenschaftsanteile des Alters- und Pflegeheims Rosenberg ab. Trotzdem aber wird die Einwohnergemeinde mehr Mitspracherecht bei der Führung des Heimes erhalten. Hintergrund ist Folgender:

Das Alters- und Pflegeheim wird heute von drei Institutionen geführt: der Einwohnergemeinde Altdorf, der Korporationsbürgergemeinde Altdorf sowie der Korporation Uri. Während der Korporation 50 Prozent gehören, haben die Einwohner- und die Korporationsbürgergemeinde je 25 Prozent Anteil.

Durch das neue Gesetz über die Langzeitpflege muss die Einwohnergemeinde Altdorf wesentlich mehr an die Langzeitpflege zahlen, indem sie die Restkostenfinanzierung vollständig übernimmt. Aus diesem Grund haben die drei Institutionen nun eine neue Organisationsstruktur ins Auge gefasst: Neu soll die Gesamtverantwortung für das Alters- und Pflegeheim bei der Einwohnergemeinde liegen. Noch diesen Herbst soll dazu eine öffentlich-rechtliche Körperschaft gegründet werden.

Kompetenz liegt bei den Stimmbürgern

Im Gegenzug wird die Korporationsbürgergemeinde Altdorf wieder alleinige Landbesitzerin der Parzelle, auf der das Heim steht. Die Einwohnergemeinde respektive die neue Betreiberin wird jährlich einen Mietzins zahlen. Der Gemeinde-Anteil von 25 Prozent an der Liegenschaft wird nun im Wert von 350000 Franken der Korporationsbürgergemeinde abgetreten. Da dies in der Kompetenz der Stimmbürger liegt, ist eine Urnenabstimmung nötig. Bleibt noch der Anteil von 50 Prozent, welcher der Korporation Uri gehört. Auch dieser geht an die Bürgergemeinde zurück. Abgegolten wird dies mit einem Besitztausch der Liegenschaft Byfang, die somit neu der Korporation Uri gehört. Die Bürgergemeinde hat dem gemeinsamen Lösungsvorschlag bereits am 27. April 2017 zugestimmt. Für die Korporation Uri hat der Korporationsrat an der Sitzung vom 23. Juni 2017 offiziell sein Einverständnis erklärt.

«Für die Bewohner und die Mitarbeiter des ‹Rosenbergs› wird sich durch die neue Struktur nichts verändern», sagt Markus Christen von der Gemeinde Altdorf. Die Änderungen machten aber Sinn, da die stationäre Langzeitpflege nicht mehr in der Kompetenz von Korporation und Bürgergemeinde liege. Beim «Rosenberg» steht bald eine Sanierung an. «Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die neue Trägerschaft nun gegründet werden kann, welche die Sanierung an die Hand nimmt», so Christen. (zf)


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